Nachhaltig leben – Literarischer Wochenendgruß vom 03.03.17

Nachhaltig leben – Literarischer Wochenendgruß vom 03.03.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

am vergangenen Samstag hatte ich die Möglichkeit mir im privaten Kreis den Film „Tomorrow“ anzuschauen. Im Rhein-Main-Gebiet lief dieser Film für kurze Zeit in einigen Programmkinos, Hier wird sehr anschaulich beschrieben, dass wir als Generation „Jetzt“ trotz aller Wirren in diesen Tagen es in der Hand haben, für unsere Zukunft verantwortlich zu handeln.

Mit einem gewissen Schmunzeln habe ich beim Studium eines Prospektes einer großen Supermarktkette gesehen, dass diese „nachhaltige“ Produkte anbieten und sogar die verschiedene Gütesiegel erklären.
Nachhaltig – Nachhaltigkeit – sind das nur Worte oder wie gestalten wir das eigene Leben bzw. das unserer Nachfahren?

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Entdeckung bei einem Karnevalsumzug – Foto: Gerd Taron

Leben ist einfach

Manchmal schaue ich neidvoll
auf das alte Paar, welches ich beim
Einkaufen treffe.
Ich beobachte sie dann still,
ich beobachte ja ständig,
doch da besonders im Herzen.
Ich sehe mit welcher Mühe sie
ihr Auto in die enge Lücke einparken
und es nur mit Schwung vom Autositz
zur Tür schaffen.
Ich sehe ihre Eingefahrenheit mit der sie
immer zur gleichen Zeit am gleichen Wochentag
zum Einkaufen gehen,
den gleichen Korb oder die gleiche Einkaufstüte dabei haben,
ich sehe, wie die Münze vom Einkaufswagen ihren alten Hände wechseln.
Es wirkt so eingespielt, fast wie ein Theaterstück,
es ist so vertraut zwischen ihnen,
Alltag und doch auch etwas Besonderes.
Sie schieben langsam durch die Gänge des Supermarktes
und arbeiten still den Zettel ab, den sie bereits mit
krackeliger Schrift schrieben, um nichts zu vergessen,
denn die Kraft reicht nicht für eine zweite Fahrt in dieser Woche.
Mühsam dann packen sie alles aufs Band,
Erleichterung macht sich breit.
Ich sehe ihn, wie er seiner Frau sanft den Arm berührt,
ein Lächeln wechselt die Gesichter.
Einfache Dinge liegen auf dem Band,
Möhren, Kartoffeln, Butter, Fisch, Obst.
Ich schließe meine Augen und kann den Geruch
der Küche meiner Großeltern riechen.
Und dann zieht es in meinem Herzen,
ich schaue dankbar und neidvoll.
Lust hätte ich mit ihnen zu fahren,
doch beobachte ich still,
sehe, wie sie im Zweitakt das Auto beladen,
der alte Herr mit gesenktem Kopf und geneigtem Rücken
den Einkaufswagen zurück bringt,
die Türen ihres Autos schließen sich erst mit dem zweiten Ruck
und dabei steige auch ich in meinem Wagen und
denke dabei, ob mir das auch einmal geschenkt sein wird.
Gemeinsam Altwerden.
Leben ist einfach.

Anja Schindler

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Foto: Christina Eretier

Um leben zu können, musst du genießen können. Ich meine nicht die Genuss-Sucht, die viele Menschen krank und zu Sklaven macht, die so viele Menschen ins Unglück stürzt. Um genießen zu können, musst du frei sein. Frei von Gier, frei von Neid, frei von einer Leidenschaft, die dich zerreißt und zerstört.

Wenn du genießen kannst, kannst du lachen. Du freust dich. Du bist dankbar, dass jeden Morgen die Sonne für dich aufgeht. Du kannst selig sein über ein weiches Bett und über eine warme Wohnung. Du triffst freundliche Menschen. Die Freundschaft Gottes kommt dir entgegen in jedem Lächeln, in jeder Blume, in jedem guten Wort, in jeder hilfreichen Hand, in jeder Umarmung.
Wenn du kleine Dinge in aller Ruhe genießen kannst, dann wohnst du in einem Garten voller Seligkeit.

Wahres Glück ist kein extravaganter Luxusartikel, unerschwinglich teuer und unerreichbar fern. Dein Glück ist ganz nahe. Am Tage von heute blühen kleine Freuden an deinem Weg. Du musst sie nur entdecken und dafür dankbar sein. Hör auf, die Nöte von gestern wiederzukäuen. Mach dir keine sinnlosen Sorgen um die Zukunft. Wenn du heute nicht glücklich sein kannst, erwarte nicht, dass morgen ein Wunder geschieht.

Heute musst du glücklich sein. Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück. Man muss die Treppe nehmen.

Phil Bosmans

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Kirchenfenster von St. Stephan in Mainz – Foto: Gerd Taron

Solange wir das Leben haben,
sollen wir es mit den uns
eigenen Farben der Liebe
und der Hoffnung ausmalen.

(Marc Chagall)

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Abtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen – Foto: Gerd Taron

Sei stark und gerüstet auf jedem Gebiet und pflege das Leben, wo du es antriffst. Bekümmere dich um die Deinen und halte dich selber aufrecht, auf daß dein Herz erleuchtet werde in der Sonne. Gib die Sorge für die dir Anvertrauten nicht auf.

Hildegard von Bingen (1098 – 1179), deutsche Mystikerin, Äbtissin und Naturwissenschaftlerin, katholische Heilige

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Die Kostbarkeiten des Lebens..

Manchmal sind es genau die kleine Dinge, die so gut tun und die das Leben und den Alltag bereichern und Herz und Seele zum Lächeln bringen..

Freunde, die auch ohne viele Worte verstehen..

Menschen, die zur rechten Zeit einfach da sind, ob nun virtuell, oder real…

Menschen, die man nicht kennt und sieht, doch blind verstehen und es verstehen zu trösten.

Menschen, die es schaffen, dich zum Lachen und Weinen zu bringen, vor lauter Freude und Glück..

Menschen mit denen du fühlen kannst, auch ohne berührt zu werden..

Menschen mit denen Herz und Seele verbunden sind, auch wenn sie es selbst nicht merken..

Text © Monika Heckh

Ich wünsche Ihnen für die Zeit bis Ostern – für manche beginnt jetzt die Fastenzeit – viele neue Impulse für das eigene Leben.

Ihr/Euer
Gerd Taron

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