Auf der Suche nach … – Literarischer Wochenendgruß vom 06.05.16

Auf der Suche nach … – Literarischer Wochenendgruß vom 06.05.16

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in den vergangenen Tagen sind mir einige Schlagzeilen in hiesigen Zeitschriften und Zeitungen aufgefallen: „Happiness in Frankfurt“ hieß es zum Beispiel in der vorletzten Ausgabe von „Journal Frankfurt“. Eine andere Schlagzeile in der FAZ in „Leben in Rhein-Main“ lautete „Das Glück ist wie ein Omnibus … -Wir gehen auf Glückssuche in der Kunst in der Region.“

Auf welcher Suche sind Sie? Nach dem Glück, nach Reichtum, nach einem Partner, nach Gesundheit, nach mehr Zeit, nach Zufriedenheit, nach … ?

Manchmal suche ich etwas und ich finde plötzlich mehr als ich es erwartet habe.

Und so gehe ich in jeden neuen Tag hinein: Ich finde fast immer etwas, was mein Leben bereichert, obwohl ich gar nicht gesucht habe. Das können besondere Begegnungen mit Menschen sein oder besondere Momente in der Natur oder anderes. Jeder neue Tag will entdeckt werden mit seinen vielfältigen Möglichkeiten. Das macht das Leben spannend und wertvoll.

13077073_998902983518803_4393848864020258405_n

Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Frühjahrsputz

Das Sofa verlassen
Die Trägheit wegräumen
Gedanken ausschütteln
Zerbrochene Gefühle ausmisten
Die Ansprüche entrümpeln
Verblasste Träume einfärben
Verlorene Freude wieder finden
Lächeln neu lackieren
Den Antrieb umtopfen
Das Ende zum Anfang kehren
Alles gegen den Strich bürsten
Die Zukunft rein waschen
Alte Rituale einmotten
Mein Menschlein abstauben
Neue Worte suchen

(Hermine Geissler)

13091945_1000799553329146_3957853697520203942_n

Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Wir leben in Zeiten größer Veränderungen,
zunehmend Menschen begeben sich neu auf die Suche.
Sie lesen Bücher, gehen auf Vorträge, besuchen Kurse –
nicht wenige folgen dem, was gerade »in« ist,
hören auf die, die augenscheinlich Wissen besitzen.
Doch wie finden wir unseren »ureigenen Weg«?
Dem Weg anderer zu folgen führt nirgendwohin.
Es beginnt, indem wir in uns hineinspüren,
in uns hineinhorchen: Fühle ich mich angesprochen?
Fühle ich mich berührt? Ist mein Innerstes berührt?
Leitet mich meine Angst – alte Kindheitsprägungen:
mich möglichst anzupassen, an mein Umfeld…
– alte religiöse Prägungen: Gott könne doch
ein „strafender Gott“ sein? Leitet mich mein Protest
gegen den „Gott“, mit dem ich aufgewachsen bin?
Oder leitet mich meine Liebe – lasse ich mich
von dem leiten, was mein Herz zum Klingen bringt?
Von dem – was mich meine Seele spüren lässt?
Nur dort, wo wir den Ruf unserer Seele hören,
öffnet sich die Tür unseres spirituellen Weges.
Auf dem Weg unseres Herzens – der den Verstand
nicht ausklammert, doch ihm nicht die Oberhand überlässt …
der unsere Ängste und Prägungen mit einbezieht,
doch ihnen nicht die Führung überlässt …
finden wir den Pfad zum AllEinsSein. Nicht im Außen “

Autor unbekannt

13124447_1000804879995280_5253918302792646459_n

Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Dein Glück suchen, aber nicht jagen.
Dein Glück finden, in Dir und der Liebe.
Dein Glück halten, aber nicht erdrücken.
Dein Glück frei sein lassen, aber auch auf Dich
zukommen lassen.
Dein Glück nicht bekämpfen, aber wenn nötig dafür kämpfen.
Dein Glück nicht treten mit Füssen,
aber es fassen mit beiden Händen.
Dein Glück in dein Herz und Dich darauf einlassen.
Dein Glück teilen, damit es sich verdoppeln kann.
(L.S. Armand)

13173653_1000804726661962_587714870296330706_n

Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Ich freue mich des Lebens, suche keine Dornen, hasche die kleinen Freuden
. Sind die Türen niedrig, so bücke ich mich.
Kann ich den Stein aus dem Weg räumen,
so tue ich es; ist er zu schwer,
so gehe ich um ihn herum – und so finde ich alle Tage etwas, das mich freut.

Teilzitat
Catharina Elisabeth »Aja« Goethe

13177942_1000801169995651_4667571586604753699_n

Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Seit ich nicht mehr suche, finde ich.
Seit ich nicht mehr warte, werde ich gefunden.
Seit ich nicht mehr eile, ist die Zeit auf meiner Seite.
Seit ich nicht mehr kämpfe, gewinne ich.

(unbekannt)

13179045_1000798553329246_3438684750526749921_n

Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Vom Suchen und Finden

Wenn jemand sucht,
dann geschieht es leicht,
dass sein Auge nur noch das Ding sieht,
das er sucht,
dass er nichts zu finden,
nichts in sich einzulassen vermag,
weil er nur an das Gesuchte denkt,
weil er ein Ziel hat,
weil er vom Ziel besessen ist.

Finden aber heißt:
frei sein, offen stehen,
kein Ziel haben.

Hermann Hesse

1402_Feb(10) 094_1-02

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Ich suche nach Momenten,
die mich so in der Tiefe berühren,
dass ich die Zeit anhalten möchte.
Momente,
die mich befreien
aus der Gefangenschaft in meinem Kopf.
Momente,
die mich mit sich fortreißen,
sodass ich mich vergessen kann
und durchdrungen bin
vom Puls des Lebens.
Momente,
in denen jede Zelle meines Körpers
ihr ganz eigenes Leben spürt.
Momente,
in denen alle Fragen aufhören
und ich nur noch bin.
Betroffen und glücklich.

Ulrich Schaffer

1402_Feb(11) 148_1-02

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Segen sei mit dir,
der Segen strahlenden Lichtes,
Licht um dich her
und innen in deinem Herzen,
Sonnenschein leuchte dir
und erwärme dein Herz,
bis es zu blühen beginnt
wie ein großes Torffeuer,
und der Fremde tritt näher,
um sich daran zu wärmen.
Aus deinen Augen strahle
gesegnetes Licht,
wie zwei Kerzen
in den Fenstern eines Hauses,
die den Wanderer locken,
Schutz zu suchen dort drinnen
vor der stürmischen Nacht.
Wen du auch triffst,
wenn du über die Straße gehst,
ein freundlicher Blick von dir
möge ihn treffen.

Altirischer Segenswunsch

Ich wünsche Ihnen, dass Sie bei Ihrer Suche vieles Schöne entdecken. Einige Anregungen möge Ihnen dieser Wochenendgruß gegeben haben.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Hinweis:
Wenn Sie im Rhein-Main-Gebiet wohnen, können Sie heute am Freitag, 06.05 von 14 – 17 Uhr auf dem Wochenmarkt in Eppstein im Taunus vieles finden. Neben kulinarischen Köstlichkeiten gibt es diesmal auch einen Büchermarkt, wo sich Autorinnen und Autoren und Verlage aus der Region präsentieren. Also auch für geistige Nahrung ist gesorgt. Wer mag, kann dann bei einem literarischen Spaziergang ab 17:30 Uhr rund um die Burg Eppstein unter dem Motto „Der Mai ist gekommen“ Geschichten und Gedichte, von mir präsentiert, erleben.

Kontakt:
Gerd Taron, Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariar@gmx.de

Advertisements

Ein Kommentar zu “Auf der Suche nach … – Literarischer Wochenendgruß vom 06.05.16

  1. Ira Lenski sagt:

    Wunderschöne Brückenbögen, die mag ich auch gerne – vor allem selbst darunter hergehen, das ist schon ein Stückchen Glück.
    Mein persönliches SamstagmorgenGlück habe ich vorhin gepostet:
    Samstags nach dem Zeitungen tragen nach Hause kommen, von den Hunden begrüßt werden – und dann den Morgen genießen, im Gegensatz zur Arbeitswoche endlich ohne Hektik…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s