Frühlingserwachen am Main-Ufer in Frankfurt-Fechenheim

Frühlingserwachen am Main-Ufer in Frankfurt-Fechenheim

Ein literarischer Frühlings-Spaziergang mit weitgereisten Gästen

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Frankfurt-Fechenheim, 19.03.16

Es war etwas frisch, aber trocken, als sich interessierte Literaturfreunde mit dem Antiquar Gerd Taron aus Kelkheim sich zu einem Spaziergang im Café Jasmin in Frankfurt-Fechenheim trafen. Sie kamen von weither angereist, z. B. aus Idstein oder aus Kriftel im Taunus.

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Von dort machten sich die Teilnehmer auf den Weg entlang des Fechenheimer Main-Ufers. An idyllisch gelegenen Plätzen direkt am Ufer lauschten sie Gedichten und Geschichten über den Frühling. Nicht nur bekannte Autoren wie Johann Wolfgang von Goethe, Joseph von Eichendorff, August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und andere kamen zu Gehör.

Schneeglöckchen
’s war doch wie ein leises Singen
In dem Garten heute Nacht,
Wie wenn laue Lüfte gingen:
„Süsse Glöcklein, nun erwacht,
Denn die warme Zeit wir bringen,
Eh’s noch jemand hat gedacht.“ –
’s war kein Singen, ’s war ein Küssen,
Rührt‘ die stillen Glöcklein sacht,
Dass sie alle tönen müssen
Von der künft’gen bunten Pracht.
Ach, sie konnten’s nicht erwarten,
Aber weiss vom letzten Schnee
War noch immer Feld und Garten,
Und sie sanken um vor Weh.
So schon manche Dichter streckten
Sangesmüde sich hinab,
Und der Frühling, den sie weckten,
Rauschet über ihrem Grab.
– Joseph von Eichendorff 1788-1857

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Auch weniger bekannte Dichter wie Ludwig Tieck Ludwig Uhland aus vergangenen Tagen wurden präsentiert. Neuzeitliche Autorinnen wie Anne M. Pützer oder Ute Vahl ergänzten die Auswahl.

Die ersten Frühlingstage.
Die ersten Frühlingstage locken
Mensch und Tier in die Natur.
In den Bäumen ein Frohlocken.
Vögel singen. Freude pur.
Die Sonne scheint und streichelt Seelen,
schenkt Balsam nach der dunklen Zeit.
Dank Licht und Wärme wird nichts fehlen.
Der Frühling ist zum Start bereit.
Es mehret sich nun alles Leben.
Natur hüllt sich ins Blütenkleid.
Liebe wird die Welt beleben.
Genießet voller Dankbarkeit!
©Anne M. Pützer

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Dabei zitierte Gerd Taron auch Original-Gedichte aus einem alten Buch um 1900 „Zum Vortrage – Eine Sammlung deutscher Gedichte“. Die Lesbarkeit war durch die altdeutsche Druckschrift nicht immer einfach.

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Nach etwa 90 Minuten erreichten die Teilnehmer mit neuen Eindrücken von Literatur und Landschaft das Café.
Wiederholungen der literarischen Spaziergänge wird es im Laufe des Jahres geben. Die Termine werden rechtzeitig mitgeteilt.

Gerd Taron

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