Worauf Sie sich verlassen können – Literarischer Wochenendgruß vom 13.11.15

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

am vergangenen Dienstag verstarb bekanntlich ein großer und verehrter Politiker im hohen Alter von 96 Jahren – Helmut Schmidt. In den vielen Nachrufen wird immer seine besondere Eigenschaften hervorgehoben: Standhaftigkeit, Ehrlichkeit, klare Worte und auf ihn war Verlass!

Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue und auf die letzten Tage zurückblicke fällt mir auf, dass es immer weniger verlässliche Menschen gibt. Vielleicht mag mein persönlicher Eindruck täuschen. Aber es ist seltsam, wie oft ich es erleben muss, dass man sich auf andere nicht verlassen kann. Glücklicherweise habe ich sehr gute enge Freunde, wo das nicht gilt. Auf sie kann ich mich verlassen. Dafür bin ich sehr dankbar. Denn ohne Verlässlichkeit und damit verbundenes Vertrauen sind funktionierende Freundschaften nicht möglich.

Für mich habe ich beschlossen, Menschen, auf die ich mich nicht verlassen kann und Luftschlösser bauen, keinen engeren Kontakt zu haben. Es ist wenig sinnvoll, unnötige Zeit und Energie zu vergeuden.

Zu diesem Thema habe ich wieder einige Zitate mit Fotos herausgesucht.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wenn Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Verbindlichkeit
und Zuverlässigkeit veraltet sind, bin ich veraltet.
Wenn Gutmütigkeit, Herzlichkeit
und Mitgefühl naiv sind, bin ich naiv.
Wenn Menschen, die sich mehr Menschlichkeit
unter den Menschen,
ein menschliches Überleben für jeden Menschen
und Gerechtigkeit für jeden Menschen wünschen,
Idealisten sind, bin ich ein Idealist.
Wenn Menschen, die manchmal in Träume versinken, weil sie die
Realität nicht mehr ertragen, Träumer sind, bin ich ein Träumer…..

ABER ICH BIN ICH …und
ich muss das Spiegelbild von mir vor meinem Gewissen verantworten
und deshalb will ich kein anderer sein…

Autor unbekannt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Vertrauen ist wie ein Blatt Papier.
Wenn du es zerreißt,
kannst du es zwar anschließend
zusammenkleben,
aber es wird nie mehr
so sein wie früher.

Spruchzauber

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Zwei Engel

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Haus einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel:

„Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.“

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können? „Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm“, meinte er anklagend. „Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben.“

„Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen“,
sagte der ältere Engel.
„Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so dass er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen.

„Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.“

Manchmal ist das genau das, was passiert, wenn die Dinge sich nicht als das entpuppen, was sie sollten. Wenn du Vertrauen hast, musst du dich bloß darauf verlassen, dass jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist. Du magst es nicht bemerken, bevor ein bisschen Zeit vergangen ist.

Manche Leute kommen in unser Leben und gehen schnell.
Manche Leute werden Freunde und bleiben ein bisschen,
wunderschöne Fußabdrücke auf unseren Herzen hinterlassend.

Gestern ist Geschichte.
Das Morgen ein Mysterium.
Das Heute ist ein Geschenk. Darum heißt es auch: Präsent.
Ich denke, das ist etwas Besonderes.
Lebe und genieße jeden Moment.

unbekannter Verfasser

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Foto: Gerd Taron

Wenn ein freundlicher Mensch auch noch zuverlässig ist, dann haben wir es schon mit einem halben Engel zu tun.
© Ernst R. Hauschka (1926 – 2012), Dr. phil., deutscher Aphoristiker, Lyriker, Essayist und Bibliothekar

Ich wünsche Ihnen viele liebe Menschen, die vertrauensvoll und zuverlässig sind und Ihr Leben bereichern.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Ein Hinweis in eigener Sache.
Frau Angelika Rieber aus Oberursel, bekannte Lokalhistorikerin aus dem Taunus, hat mich auf eine interessante Buchvorstellung aufmerksam gemacht, die ich gerne weitergebe

HALTET MICH IN GUTEM GEDENKEN“
Buchvorstellung und Lesung
am 18. November 2015 um 19 Uhr
in der Hospitalkirche in Oberursel, Strackgasse
mit den Autoren Angelika Rieber und Eberhard Laeuen
und dem Chor ENTRÜSTET EUCH

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

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2 Kommentare zu “Worauf Sie sich verlassen können – Literarischer Wochenendgruß vom 13.11.15

  1. Marina's illustrationen sagt:

    Hat dies auf Wonderful photoART – by Marina Rupprecht rebloggt und kommentierte:
    Nicht was sehen, wohl aber wie wir es sehen, bestimmt den Wert des Geschehens. Klare Worte…??!!!!

  2. Marina's illustrationen sagt:

    Hat dies auf Wonderful photoART – by Marina Rupprecht rebloggt und kommentierte:
    Danke Gerd, dass ich zu den wenigen zählen darf die Dich zumindest Fotografisch begleiten dürfen. Immer gerne.
    Auch freu ich mich auf den Weihnachtsmarkt an dem ich sehr gerne meine Präsents teile.:-)

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