Alles beim Alten? Literarischer Wochenendgruß vom 23.10.15

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

wir leben in einer Zeit des ständigen Wandels und der Veränderung. Vieles verändert sich in unserer Gesellschaft, in unserem Umfeld, im eigenen Leben. Dies erfahre ich selbst seit einiger Zeit. Manches beunruhigt, weil wir nicht wissen, wohin die weitere Lebensreise führt, sei es bei uns selbst oder in unserer Gesellschaft. An der Wand auf dem Rettershof im Taunus habe ich diese Aufschrift gefunden, die diese Stimmung sehr gut darstellt:

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Am Alten nur festzuhalten erscheint mir ebenso wenig sinnvoll, wie jedem Wandel, jeder Mode nachzujagen.
Die nachfolgenden Fotos von Hans Joerg Kampfenkel und Marina Rupprecht und die jeweiligen Texte mögen uns neue Gedankenanstöße geben.

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Ein altes Haus in Idstein – gesehen und fotografiert von:
Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Ein altes Haus
hat eine lange Geschichte.
Es könnte soviel erzählen,
von guten und von schlechten Tagen.
Von seinem Aufbau,
der Blüte seiner Jahre,
von vielen Renovierungen
und von drohendem Verfall.
Ein altes Haus,
in dem schon lange
niemand mehr wohnt.
Verlassen.
Allein.
Darum ranken sich,
mit viel Fantasie,
Legenden.
(Anne M. Pützer)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wenn Dein Leben
brennt,
Liebes Herz –
lass es zu.
Lass das Feuer
der Veränderung
Dein Leben brennen,
gib Dich hin
dem feurigen
Schmerz
der tiefen Nacht.
Kämpfe nicht,
lass es lodern
in Dir,
hinein in
Deine
dunklen Tiefen,
durch Dich.
Lass es brennen,
bis Du selbst
das Feuer bist,
welches Dich
durchdringt.
Lass verbrennen
das Alte,
allen Schmerz
der Vergangenheit,
lass brennen
die Erinnerungen,
die Deine
Schwäche nähren.
Lass brennen
alle Wünsche,
die nicht mehr
Deine sind,
lass brennen
auch alles
Andere,
denn nur
wenn
Altes geht,
wird Neues
sein.
Lass brennen
Deine Seele
und
auch Dein
Herz im
alten
Schmerz
und
Pein.
Denn noch bevor
Dir das
im Ganzen
ist bewusst,
wird neues
Leben
sein.
-FEUER der VERÄNDERUNG-
Anja Schindler

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Leben ist Veränderung!

Beachte immer, dass nichts bleibt,
wie es ist, und denke daran,
dass die Natur immer wieder
ihre Formen wechselt.

Mark Aurel

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Veränderungen sind oft unangenehm, gewiß, aber nicht minder wichtig wie die Puppe für die Raupe, will sie ein wunderschöner Schmetterling werden.

© Sigrun Hopfensperger (*1967), deutsche Aphoristikerin, Universalistin und Idealistin

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Entdeckt und fotografiert auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse von: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Nichts ist »ewig«, weder in der Natur noch im Menschenleben, ewig ist nur der Wechsel, die Veränderung.
August Bebel (1840 – 1913), deutscher sozialdemokratischer Politiker, Mitbegründer und Vorsitzender der SPD, 1872 wegen Vorbereitung zu Hochverrat und Majestätsbeleidigung, 1886 wegen Geheimbündelei verurteilt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

Gott gebe mir Geduld mit Veränderungen, die ihre Zeit brauchen, und Wertschätzung für alles, was ich habe, Toleranz gegenüber jenen mit anderen Schwierigkeiten und die Kraft, aufzustehen und es wieder zu versuchen, nur für heute.

Friedrich Christoph Oetinger 1702 – 1782

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesen Zeiten großer Veränderungen gelassen und getrost bleiben können.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. +49 (0) 6195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquarit@gmx.de

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Ein Kommentar zu “Alles beim Alten? Literarischer Wochenendgruß vom 23.10.15

  1. Marina's illustrationen sagt:

    Hat dies auf Wonderful photoART – by Marina Rupprecht rebloggt und kommentierte:
    „Veränderungen sind ein Bestandteil des Lebens. Veränderung kann Wachstum und Freude bedeuten; es gibt aber auch Veränderungen, die wir uns nicht wünschen, und mit denen wir umzugehen haben.“

    Danke GERD – wunderbarer Wochenendgruß

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