Früher war alles besser – Literarischer Wochenendgruß vom 17.07.15

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

in den vergangenen Wochen begegnet mir immer wieder der bekannte Satz „Früher war alles besser.“ Viele sehnen sich nach der guten „alten Zeit“ zurück. Ist es nur Nostalgie? Ist es eine Sehnsucht nach einer Zeit, wo alles angeblich gut war, wogegen heute alles heute so unruhig und unsicher geworden ist?

In diesen Tagen sind mir nach einer neuerlichen Bibliotheksauflösung wieder Bücher aus der „guten alten Zeit“ zum Vorschein gekommen.
Was mir dabei auffiel: Probleme, über die wir uns heute beklagen, gab es auch in früheren Zeiten, manche ähneln denen von heute. Zwei Beispiele aus dem Buch „Neuzeitliche Hauswirtschaft“ aus dem Jahre 1931: Schlank bleiben und nicht dick werden, diverse Diäten zum Abnehmen. Oder eine Analyse über den „Schönheitswahn“ – gegen „Magersucht“.

Einige Zitate mögen uns ebenfalls zum Nachdenken anregen.

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Burg Königstein im Taunus – Foto: Gerd Taron

Die Vergangenheit sollte ein Sprungbrett sein,
nicht ein Sofa.
(Harold Macmillan)

Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück,
sondern nach Gefühlen, die sie in uns auslösen.

Autor unbekannt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Sehnsucht
Es schienen so golden die Sterne,
Am Fenster ich einsam stand
Und hörte aus weiter Ferne
Ein Posthorn im stillen Land.
Das Herz mir im Leib entbrennte,
Da hab ich mir heimlich gedacht:
Ach, wer da mitreisen könnte
In der prächtigen Sommernacht!
Zwei junge Gesellen gingen
Vorüber am Bergeshang,
Ich hörte im Wandern sie singen
Die stille Gegend entlang:
Von schwindelnden Felsenschlüften,
Wo die Wälder rauschen so sacht,
Von Quellen, die von den Klüften
Sich stürzen in die Waldesnacht.
Sie sangen von Marmorbildern,
Von Gärten, die überm Gestein
In dämmernden Lauben verwildern,
Palästen im Mondenschein,
Wo die Mädchen am Fenster lauschen,
Wann der Lauten Klang erwacht
Und die Brunnen verschlafen rauschen
In der prächtigen Sommernacht. –
Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff (1788 – 1857),
deutscher Dichter, Novellist und Dramatiker

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Bad Soden, Quellenpark – Foto: Gerd Taron

Mein Leben ist jeder Moment meines Lebens. Es ist nicht ein Höhepunkt der Vergangenheit.
(Hugh Leonard)

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Sonnenuhr am Rettershof im Taunus – Foto: Gerd Taron

Die größten Geschenke sind oft die,
die von alleine in dein Leben kommen.
Ich wünsche dir viele Geschenke
und große Freude beim Auspacken.
Ich wünsche dir offene Augen.
Einen Blick auf das Gute, dass dir begegnet
und ein wenig Muße
um auf alles Schöne zu blicken,
dass du in der Vergangenheit
in deinem Leben geschenkt bekommen hast.
Und dass du erkennst,
welches Geschenk das Leben selbst ist ღ♥

– Luc de Clapiers Vauvennargues –

Ich wünsche Ihnen in den Wirren und Unruhe der heutigen Zeit, dass Sie den Blick auf das Jetzt nicht verlieren.
Ihr/Euer
Gerd Taron

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. +49(0)6195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat oder taron-antiquariat@gmx.de

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