Sagenhafter Main-Taunus (Uta Franck)

Diesen Beitrag einer meiner Lieblingsautorinnen reblogge ich sehr gerne

Chrissis bunte Lesecouch

Ein Geschenk für Heimatverbundene

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Mit meiner Mutter (geboren und aufgewachsen im Main-Taunus-Kreis) habe ich vor ein paar Wochen eine musikalisch (Harfe und Flöte) untermalte Lesung von Uta Franck besucht. Die vorgetragenen Geschichten machten meiner Mutter Lust auf „Mehr“ von diesen Sagen, deshalb habe ich dieses Buch für sie gekauft.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Sagenhafter Main-Taunus“ von Uta Franck ist im Societäts-Verlag erschienen. Es umfasst 136 Seiten. Die Illustrationen stammen von Barbara Heier-Rainer.

Die Autorin Uta Franck war langjährig Lehrerin an einer Kelkheimer Schule, sie hat bereits mehrere Gedichte und Kurzprosabände, Märchenbücher, Romane und eine Autobiografie veröffentlicht.

Das Titelbild zeigt in Aquarell-Malerei schematisch eine Landkarte mit den Städten des Main-Taunus-Kreises, die mit Stecknadeln/Pins gepinnt sind.

Kurze Zusammenfassung:
Nach einer kurzen Einführung mit Grußwort und Erklärung des Main-Taunus-Wappen, werden zahlreiche Sagen um die Städte und Gemeinden des Main-Taunus-Kreises mit Illustrationen vorgestellt, die die Autorin aus verschiedensten Quellen zusammengetragen und neu erzählt…

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Der Mai ist gekommen – Ein literarischer Spaziergang am 1. Mai in Frankfurt-Fechenheim

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Frankfurt-Fechenheim, 01.05.2015

Unter diesem Motto startete der literarische Mai-Spaziergang in Alt-Fechenheim im Café Lounge Jasmin bei Elke Dippel und Jasmin Ehrlich. Die Sonne hatte sich etwas versteckt, was aber der Schönheit der frühlingshaften Natur keinen Abbruch tat.

Zeit und Gelegenheit, die Natur und Texte entspannend auf sich wirken zu lassen und zur Ruhe zu kommen.

Nachstehend einige fotografische und geistige Eindrücke in Form von Gedichten von bekannten und weniger bekannten Dichtern.

Der nächste literarische Spaziergang um Ufer des Mains in Frankfurt-Fechenheim kommt bestimmt. Weitere Informationen siehe am Ende:

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Der erste Mai

Der erste Tag im Monat Mai
Ist mir der glücklichste von allen.
Dich sah ich und gestand dir frei,
Denn ersten Tag im Monat Mai,
Dass dir mein Herz ergeben sein,
Wenn mein Geständnis dir gefallen,
So ist der erste Tage im Mai Für mich
der glücklichste von allen.

– Friedrich Hagedorn 1708-1754 –

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Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die Weite, weite Welt.

Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt´!
Wer weiss, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Es gibt so manche Strasse, da nimmer ich marschiert;
es gibt so manchen Wein, den nimmer ich probiert.

Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl,
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all-
mein Herz ist wie ´ne Lerche und stimmet ein mit Schall.

Und abends im Städtchen, da kehr´ ich durstig ein:
Herr Wirt, mein Herr Wirt, eine Kanne blanken Wein!
Ergreife die Fiedel, du lustiger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel, das sing´ ich dazu.

Und find ich keine Herberg´, so lieg´ ich zur Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
Im Winde, die Linde, die rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Früh´ das Morgenrot mich wach.

O Wandern, o wandern, du freie Burschenlust!
Da wehet Gottes Odem so frisch in der Brust;
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!

– Emanuel Geibel 1815-1884, deutscher Lyriker –

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Die Lindenallee in Frankfurt-Fechenheim

Es stand ein junger Blütenbaum

Es stand ein junger Blütenbaum
Umspielt vom lauen Weste,
Der träumte süssen Morgentraum,
Und wiegte seine Äste!

Wir träumten wunderholden Traum
Im morgenklaren Maien,
Belauscht, umrauscht vom Blütenbaum,
Zu zweien dort, zu zweien!

Er stand im Morgensonnenglanz
Und wiegte seine Äste,
Da fiel ein reicher Blütenkranz
Verweht vom lauen Weste!

Da fiel uns reicher Blütenschnee
Auf Brust und Stirn und Locken,
In Sonnennäh‘, in Sonnenhöh‘,
Umtönt von Morgenglocken!

Gegrüsst! gegrüsst! Lenzsonnenglanz,
Im morgenklaren Maien.
Du traumumperlter Blütenkranz,
Gegrüsst! gegrüsst zu zweien!

– Amanda Ullmann 1860-1895, deutsche Dichterin –

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Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.
Aus dem „Buch der Lieder“, Heinrich Heine

Gerd Taron
Alle Fotos: Gerd Taron – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet.
Kontakt:
Gerd Taron, Langstraße 30, 65779 Kelkheim
E-Mai: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

Alles perfekt – Literarischer Wochenendgruß vom 01.05.15

Liebe Leserinnen und Leser,

viele Menschen streben in ihrem Leben nach Vollkommenheit. Sie wollen das, was sie tun, perfekt tun. Es muss alles genau passen. Das gilt für die kleinen Dinge im Alltag, aber auch für die großen.

Ich muss gestehen, dass ich bisher noch keinem perfekten Menschen begegnet bin. Manchmal geben sie den Anschein, als ob dies so wäre. Die sogenannten „Schwächen“ oder besser Unvollkommenheit genannt, lässt meinem Gegenüber als Mensch wie du und ich erscheinen. Das macht ihn/sie sympathisch für mich und für andere.

Zu diesem Thema habe ich wieder einige Zitate zum Nachdenken nachstehend aufgeführt.

1304_April(20) 055_1-03

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

..Gezeiten…
Die Sonne,
das Lächeln der Welt.
***
Der Wind,
der Geschichten erzählt.
***
Der Regen,
der alles zum Wachsen bringt.
***
Das Gewitter,
dass sie in Bewegung hält.
***
Der Regenbogen,
der sie sanft umarmt.
***
Der Schnee,
der Gedanken wärmt.
***
Das Eis,
was alles umschliesst.
***
Die Nacht,
die sie zum Ruhen bringt.
***
Die Sterne,
die ihnen Glanz und Zauber verleihen.
***
Der Mond,
der sich im Schatten der Sonne ausruht.
***
All das macht die Welt so unbeschreiblich
interessant und wunderschön.
***
Die Welt ist perfekt, so wie sie lebt. Sie findet immer zu ihrem Ursprung zurück.“
Text: © Monika Heckh

1304_April(14) 056-03

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben
– aber es hat nur genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind.
Weil der Einzelne das nur unvollkommen vermag,
hat man in den Religionen und Philosophien versucht,
die Frage tröstend zu beantworten.
Diese Antworten laufen alle auf das Gleiche hinaus:
Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe.
Das heißt:
Je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind,
desto sinnvoller wird unser Leben.

Hermann Hesse, Ausgewählte Briefe, Frankfurt 1974,

1304_April(11) 034_1-03

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Die glücklichsten Menschen der Welt sind nicht die,
die keine Sorgen haben.
Sondern die, die gelernt haben, mit Dingen
positiv zu leben, die alles andere als perfekt sind.
Das sind die Menschen, die sich an den kleinen Dingen
des Alltags erfreuen.
Und die täglich an sich und ihrer Situation arbeiten,
damit es besser werden kann.
Die in allem Negativen das Positive erkennen.
Die nicht verlernt haben, zu lachen, zu lieben, zu leben,
zu träumen, zu glauben, zu hoffen und zu kämpfen.
– unbekannt –

1304_April(14) 131-03

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wenn wir uns ständig unter Druck setzen,
weil wir perfekt sein wollen,
zieht das Leben an uns vorbei,
ohne dass wir seine Schönheiten wahrgenommen haben.

Marliese Zeidler

1304_April(15) 039_1g-03

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Ein 85-jähriger Mann, der auf dem Sterbebett lag und der wusste, dass er bald sterben würde, sagte:

Wenn ich noch einmal zu leben hätte,

dann würde ich mehr Fehler machen; ich würde versuchen, nicht so schrecklich perfekt sein zu wollen,

dann würde ich mich mehr entspannen und vieles nicht mehr so ernst nehmen,

dann wäre ich ausgelassener und verrückter; ich würde mir nicht mehr so viele Sorgen machen um mein Ansehen,

dann würde ich mehr reisen, mehr Berge besteigen, mehr Flüsse durchschwimmen und mehr Sonnenuntergänge beobachten,

dann würde ich mehr Eiscreme essen,

dann hätte ich mehr wirkliche Schwierigkeiten als nur eingebildete,

dann würde ich früher im Frühjahr und später im Herbst barfuß gehen,

dann würde ich mehr Blumen riechen, mehr Kinder umarmen und mehr Menschen sagen, dass ich sie liebe.

Wenn ich noch einmal zu leben hätte, aber ich habe es nicht …

von unbekannt

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende an dem Sie sein dürfen so wie Sie sind – als ein unvollkommener Mensch mit seinen liebenswürdigen Seiten.
Ihr/Euer
Gerd Taron

Kontakt:

Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de
oder taron-antiquariat@gmx.de