Moderne Zeiten – Literarischer Wochenendgruß vom 13.02.15

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

wir leben in technisch modernen Zeiten. Alles funktioniert automatisch – ein Knopfdruck, das Berühren eines Bildschirmes und schon heißt es „Sesam öffne Dich“. Wie von Zauberhand scheint die Technik unseren Alltag zu erleichtern.

Ich möchte die modernen Errungenschaften wie Internet, Waschmaschine, das eine oder andere Küchengerät nicht missen. Aber manchmal frage ich mich doch, ob wirklich alles mit einer Fernbedienung zu regeln ist? Begeben wir uns nicht in neue Abhängigkeiten? Sind wir nicht doch etwas zu bequem geworden?

Ein sehr lieber Freund von mir fährt ein altes Auto. Es hat keine elektronischen Bauteile. Die Türen öffnen sich nicht von alleine per Knopfdruck. Hier ist manche Reparatur dank der Mechanik leichter, da nicht ein größeres Elektronik-Bauteil ausgewechselt werden muss.

Ich erinnere mich noch gut an einen längeren Stromausfall und die Folgen, die sich daraus ergeben haben.

Derzeit merke ich selbst, wie abhängig ich von der Technik bin. Der PC, der Drucker, wichtige Programme funktionieren nicht mehr. Diese Ausgabe erscheint daher ausnahmsweise ohne die beliebten Fotos von Hans Joerg Kampfenkel

Denk mal drüber nach…
Heute haben wir größere Häuser, jedoch kleinere Familien…
Mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit…
Wir haben einen höheren Bildungsgrad mit mehr Wissen, aber weniger gesunden Menschenverstand und Urteilsvermögen…
Wir haben mehr Experten, aber mehr Probleme…
Mehr Medizin, aber weniger gute Gesundheit…
Wir geben uns zu unbekümmert
Lachen zuwenig
Werden zu schnell ärgerlich
Stehen zu spät auf
Lesen zu wenig
Sehen zuviel TV und sind weniger rücksichtsvoll…
Wir haben unsere Besitztümer multipliziert, aber unsere Werte reduziert…
Wir reden zuviel, lieben zu wenig und lügen zu oft…
Wir haben gelernt, wie man einen Lebensunterhalt verdient, aber nicht das Leben…
Wir haben Jahre zu leben, aber nicht dem Leben Jahren hinzuzufügen…
Wir haben höhere Gebäude, aber niedrigere Temperamente…
Breitere Straßen, aber schmalere Standpunkte…
Wir geben mehr aus, aber haben weniger…
Wir kaufen mehr, genießen es noch weniger…
Wir sind die ganze Strecke zum Mond und zurück gewesen, aber wir haben Mühe, die Straße zu überqueren, um unsere Nachbarn zu treffen…
Wir haben das Atom, aber nicht unser Vorurteil gespalten…
Wir schreiben mehr, lernen weniger, planen mehr, aber vollenden weniger…
Wir haben gelernt zu eilen, aber nicht zu warten…
Wir haben höhere Einkommen, aber niedrigere Moral…
Wir bauen mehr Computer, um mehr Information zu halten, mehr Kopien zu erzeugen, aber um weniger persönliche Kommunikation zu haben…
Wir haben mehr Quantität statt Qualität…
Dies sind die Zeiten des Fast Foods und großen Männer mit wenig Charakter…
Mehr Freizeit, aber weniger Spaß – mehr Arten der Nahrung – aber weniger Ernährung…
Zwei Einkommen – aber mehr Scheidungen…
Schönere Häuser – aber gebrochene Heime…
Deshalb schlagen wir vor:
Bewahre nichts für einen speziellen Anlass,
denn jeder Tag, den Du lebst ist ein spezieller Anlass.
Suche nach Wissen, lies mehr,
sitze auf Deiner Veranda
und bewundere was Du siehst,
ohne Deinen Bedürfnissen
Aufmerksamkeit zu schenken.
Verbringe mehr Freizeit mit Deiner Familie
und Deinen Freunden,
iss Deine Lieblingsspeisen,
besuche die Orte die Dir gefallen
und wo es Dir wohl ist.
Das Leben ist eine Kette von Momenten der Genüsse;
nicht nur des Überlebens.
Brauche Deine kristallenen Gläser.
Spare Dein bestes Parfüm nicht auf.
Brauche es täglich, wenn Du Dich danach fühlst.
Streiche aus Deinem Wortschatz Worte wie
“eines Tages” und “irgendwann”.
Lass uns den Brief schreiben,
den wir schon längst schreiben wollten
“eines Tages”.
Lass uns der Familie / Partner/in und den Freunden sagen,
wie sehr wir sie lieben.
Verschiebe nichts, was Deinem Leben
Gelächter und Freude bringt.
Jeder Tag, jede Stunde, jede Minute ist speziell.
Und Du weißt nicht,
ob es Deine letzte gewesen ist.
Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist,
etwas darzustellen als zu sein.
Wo moderne Technik einen Text wie diesen
in Windeseile in alle Welt tragen kann,
und wo Wir die Wahl haben:
Etwas zu ändern …
Erkennen Sie, dass jeder Tag, jede Stunde und jede Minute einmalig ist.
(Verfasser unbekannt)
Gefunden bei „Netzfrauen“ – facebook
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Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten..
damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens
und der Welt kommt.

Albert Schweitzer

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Wir haben alle an der Schöpfung teil,
Wir alle sind Könige, Dichter, Musiker…
Man braucht uns nur wie Lotosblumen zu öffnen,
um zu entdecken, was in uns liegt

Henry Miller

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende ohne technischen Schwierigkeiten. Und wer an diesem Wochenende Fasching, oder Karneval feiert, dem wünsche ich eine fröhliche Zeit.

Ihr/Euer

Gerd Taron

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