Vom inneren Frieden – Literarischer Wochenendgruß vom 16.01.15

Liebe Leser und Friedensstifter überall auf dieser Erde!

Wir leben in unruhigen Zeiten. Es herrscht Unfrieden, die Gewalt mancherorts eskaliert. Nicht nur die Anschläge in Paris, auch die vielen kleinen und großen Kriege machen uns Angst.
Ich frage mich immer wieder, ob es nicht vielleicht daran liegen mag, dass der einzelne Mensch nicht mit sich selbst in Frieden lebt? Dass die zunehmende Gewalt in den Familien, in der Gesellschaft nicht auch Ausdruck meines eigenen friedlosen Zustandes ist?

Die heutige Ausgabe soll Gedankenanstöße geben, den Weg des eigenen inneren Friedens zu gehen. Denn daraus wächst das herzliche, gewaltfreie Miteinander im eigenen Umfeld, ob privat oder am Arbeitsplatz.
Paula Modersohn-Becker hat einmal das so wunderbar formuliert:

In meinem Herzen Seligkeit und Frieden.
Um mich herum die köstliche Abendstille,
und die vom Heu durchdrängte Luft.
Über mir der klare Sternenhimmel.
Da zieht so süße Seelenruhe ins Gemüt,
und nimmt sanft Besitz von jeder Faser
des ganzen Seins und Wesens!

[Paula Modersohn-Becker]

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Ein Mensch mit Frieden in der Seele,
ist wie eine Sonne im Haus,
die Wolken und Nebel aufzehrt.
(Albert Schweitzer)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Als ich zu mir kam
Ich habe nur Teile von mir gesehen,
die Flüchtigen, die Flinken, die Unbehausten.
Zersplittert bin ich aufgebrochen
und zersplittert angekommen.
In meinen Gedanken habe ich mich herausgelöst
aus dem Fluss, der durch mich hindurch ging.
Ich wurde kleiner und stand vereinzelt in der Weite.
Da kam der Horizont über mich, wie eine große Decke.
der Wind erkannte mich,
die Sonne meinte meine Haut
und beides, die Helligkeit und die Dunkelheit
nährten mich.
In der Sprachlosigkeit wurde alles größer als Worte.
Da begann mein Wesen zu klingen.
Ich musste nicht mehr der sein, für den ich mich hielt.
Über meinem Herzen, diesem hellen Fleck,
trug ich die Bedeutung meines Kerns
wie eine Medaille, die keine Erklärung braucht.

Ulrich Schaffer

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Ich wünsche dir Frieden und Zuversicht,
und einen Platz nur für Dich allein,
wo du Kraft tanken, und zur Ruhe kommen kannst.
Wie holprig dein Weg auch immer sein mag,
gehe in mit grosser Bedachtsamkeit und Liebe im HERZEN

Elfi Egger

Diesem Friedenswunsch einer lieben Freundin schließe ich mich gerne an. Wer seinen inneren Frieden gefunden hat, der kann auch Frieden in dieser Welt schaffen.

Ein friedvolles Wochenende wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron