Alles hat seine Zeit – Vorschau auf den literarischen Spaziergang am Sa 18.10.14

Alles hat seine Zeit

Eine Vorschau auf den literarischen Klosterberg-Spaziergang am Samstag, 18.10.14 von 14 bis 16 Uhr

Liebe Literatur- und Naturfreunde,

am kommenden Samstag findet wieder eine der beliebten literarischen Spaziergänge statt.
Diesmal widmen wir uns literarisch dem Thema „Zeit“. An verschiedenen Stationen werden Geschichten und Gedichte zu diesem Thema zu hören sein.

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Der Treffpunkt und Start: Viola’s Bücherwurm in der Bahnstraße 13 in Kelkheim

Der Spaziergang führt über die Höhen des Klosterbergs vorbei an der Kirche St. Martin und der Alten Kapelle in Kelkheim-Hornau. Am Liederbach entlang führt der Spaziergang nach einem Verweilen an eimem Weiher zurück in die Bahnstraße nach Kelkheim.

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Die ehemalige Klosterkirche – das Wahrzeichen von Kelkheim

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Katholische Kirche St. Martin in Kelkheim-Hornau

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Alte Kapelle von Kelkheim-Hornau

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Die „Gagernsteine“ in Kelkheim-Hornau in Erinnerung an die Freiherrn von Gagern, die hier gelebt haben.

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Kostenbeitrag: 5 Euro – Auch bei Regen findet der Spaziergang statt.
Es empfiehlt sich festes Schuhwerk.

Alles hat seine Zeit – bis am Samstag, 18.10. beim literarischen Spaziergang auf den Höhen des Klosterbergs.

Auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen freut sich

Ihr/Euer
Gerd Taron

Taron – s Kultur-Literatur-Neuigkeiten Nr. 16 vom 13.10.14

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

ereignisreiche literarische Wochen liegen hinter mir. Es war eine Zeit mit vielen sehr schönen Begegnungen, Wiedersehen und/oder Kennenlernen. Das ist vergangen und Neues steht bevor. Darauf freue ich mich und bin gespannt, was kommen mag.

„Alles hat seine Zeit“, so lautet das Thema des kommenden literarischen Spaziergangs in Kelkheim. Der Herbst zeigt sich in all seinen Facetten von grau bis bunt – die Natur bereitet sich auf ihren Winterschlaf vor.

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Literarischer Klosterberg-Spaziergang
Thema: Alles hat seine Zeit
Samstag, 18.10.2014 von 14:00 bis 16:00 Uhr
Treffpunkt: Viola’s Bücherwurm, Bahnstraße 13, 65779 Kelkheim
Programm:
Der Spaziergang führt über die Höhen des Klosterbergs vorbei an der Alten Kapelle in Kelkheim-Hornau entlang des Liederbachs zurück in die Bahnstraße nach Kelkheim.
An verschiedenen Stationen des Weges wird das Thema „Zeit“ literarisch mit Geschichten und Gedichten betrachtet.

Eine weitere Veranstaltung findet am
Sonntag, 26.10.2014 ab 15:30 Uhr statt:
Literarischer Nachmittag bei Kaffee und Kuchen mit Gerd Taron und Viktoria Vonseelen, Sprecherin
Treffpunkt: Café Lounge Jasmin, Alt-Fechenheim 94, Frankfurt-Fechenheim
Thema: „Herbstzeit – schöne Zeit“ – Geschichten und Gedichte rund um den Herbst.
Mit einem kleinen Büchertisch
Um einen Kulturbeitrag wird gebeten

Hier einige Rückblicke auf interessante Veranstaltungen der letzten Wochen:

Frankfurter Buchmesse 2014:

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Die Autorinnen Maren Martell (rechts außen) und Kathrin Hohne (links außen), in der Mitte die Mit-Autorinnen Katrin Askan und Bettina Stäbert (neben Maren Martell)

Vorstellung des neues Buches: Meine Freiheit. Geschichten aus Deutschland – 25 Menschen aus Ost und West – ihre Schicksale, ihre Geschichten und ihre Gedanken zur Freiheit – ISBN 978-3-7375-0615-1

Dazu der passende literarische Wochenendgruß zur Buchmesse:

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2014/10/10/worte-nur-worte-literarischer-wochenendgrus-vom-10-10-14/

Der literarische Erntedank-Spaziergang am 05.10.14

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2014/10/05/literarische-erntezeit-ein-erntedankspaziergang-rund-um-den-rettershof/

Das Fechenheimer Literaturfestival am 27.09.14

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Vorstellung des neues Buches von Uta Franck „Sagenhafter Main-Taunus“ als Vertretung für Uta Franck krankheitsbedingt: Gerd Taron – rechts im Bild die wunderbare musikalische Begleitung Jutta Loskill

Das Buch ist erschienen im Societäts-Verlag – ISBN: 978-3-95542-107-6

Verkaufsoffener Sonntag anlässlich Kelkheimer Möbeltage am 21.09.:

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Gemeinsam mit Viola’s Bücherwurm in der Bahnstraße 13 in Kelkheim, die Besucher kommen noch …

Der Krimi-Spaziergang mit der Autorin Sylvia Schopf am 19.09.14, die ihren neuen Frankfurt-Krimi „Zeit für Rache“ an den Original-Schauplätzen in Frankfurt vorstellte:

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Sylvia Schopf am Main-Ufer in Frankfurt-Sachsenhausen

Das Buch ist erschienen im Gmeiner Verlag 2014, 276 Seiten
ISBN 978-3-8392-1573-9 (auch als e-book erhältlich)

Zum Schluss noch ein Veranstaltungshinweis für eine liebe Freundin und Kollegin:

Karin Schmitt präsentiert ihr Buch „Die unverstandenen Geschenke des Lebens“ im Rahmen ihrer Erlebnislesungen

am Freitag, 17.10. ab 19:00 bzw. 20:15 Uhr im

Atelier amtaunus in der Robert-Koch-Str. 120 in Kelkheim – Ruppertshain (Zauberberg) Näheres unter:http://www.karin-schmitt.eu/aktuelles-1/

Mit literarischen Grüßen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de
Internet: http://www.gerdtaronantiquariat.wordpress.com

Worte nur Worte – Literarischer Wochenendgruß vom 10.10.14

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

es ist Buchmessen-Zeit in Frankfurt, wie Sie alle sicher schon bemerkt haben. Daher lag das Thema für die neue Ausgabe des Wochenendgrußes „Wort nur Worte“ nahe. Tausende von Büchern warten auf eine große Leserschar. Wieviel tausende, wenn nicht sogar Millionen von Wörtern sind dort in gedruckter Form zu lesen. Und wie viele Worte werden an den Ständen zwischen den Menschen gesprochen – sichtbare und unsichtbare Worte.

Aus aktuellem Anlass sind die Fotos diesmal alle von meinem Besuch der Frankfurter Buchmesse am Mittwoch. Neue Fotos von Hans Joerg Kampfenkel gibt es dann wieder in der kommenden Woche. Schade, dass er die Vielfalt der Bücherwelt nicht erleben kann.

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Nicht Worte sollen wir lesen ~
sondern den Menschen ~
den wir hinter den Worten fühlen.

Samuel Butler

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Freundlichkeit in Worten schafft Vertrauen. Freundlichkeit im Denken schafft Tiefe. Freundlichkeit im Geben schafft Liebe
(Lao-tse)

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Worte sind wie Netze – wir hoffen, dass sie das abdecken, was wir meinen,
aber wir wissen, so viel Freude oder Trauer, oder Erstaunen können sie gar nicht zum Ausdruck bringen…
Aus dem Buch „Das Herz ihrer Tochter“ von Jodi Picoult

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Du kannst die richtigen Worte haben
und Dich gut ausdrücken.
Du kannst eine Meisterin der Sprache sein
und der Welt mit Worten den Hof machen.
Du kannst tiefe Einsichten haben
und die Lösung für manche Probleme wissen.
Du kannst die Welt retten wollen
und Dich selbst dabei opfern.
Aber alles wird Dir nur begrenzt gelingen
und nur eine kurzlebige Wirkung haben,
wenn Du es nicht in Liebe tust.
Es gibt nichts,
was nicht mit Liebe besser geht.
Sie schafft immer Leben,
ohne Ausnahme.

~Ulrich Schaffer~

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Ich möchte dir Worte schenken, die du
wie ein Parfüm auf der Haut trägst.
Worte, die dich wärmen wie ein Sonnenstrahl..
Worte, die dich verzaubern wie das Mondlicht,
die dich streicheln und im Gedächtnis bleiben.
Worte wie eine Umarmung in die man sich fallen
lassen kann, und Worte in deren Tiefe man sich
wieder findet.
Autor unbekannt

Verschenken Sie Worte, seien Sie nicht zu sparsam. Mögen es Worte der Freundschaft, der besonderen Zuneigung, der Liebe sein.
Ein wortreiches Wochenende wünscht Ihnen/Euer

Gerd Taron

Literarische Erntezeit – Ein Erntedankspaziergang rund um den Rettershof

Kelkheim-Fischbach, 05.10.14

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Der Nebel lichtete sich und die Sonne wollte am Nachmittag unbedingt ein heller Begleiter sein. Rund um den Rettershof auf den Streuobstwiesen wurde es literarisch.

Zur Erntezeit und am Erntedanksonntag hatte ich die Gelegenheit unbekannte Dichterinnen und Dichter, Autorinnen und Autoren in der freien Natur zu präsentieren.

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Die Linde am Rettershof

Zum Sehen geboren,
zum Schauen bestellt,
dem Turme geschworen,
gefällt mir die Welt.
Ich blick in die Ferne,
ich seh in der Näh
den Mond und die Sterne,
den Wald und das Reh.
So seh ich in allen
die ewige Zier.
und wie mir’s gefallen,
gefall ich auch mir.
Ihr glücklichen Augen,
was je ihr gesehn,
es sei, wie es wolle,
es war doch so schön.

Johann Wolfgang von Goethe

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Mit Blick auf Eppenhain gab es die Geschichte „Zur Zeit der Heuernte“ von Uta Franck aus ihrem neuen Buch „Sagenhafter Main-Taunus“. Da wollte einst ein Lehrer einem Nachtwächter einen dummen Streich spielen … – Ob es ihm gelungen ist, kann man in diesem Buch nachlesen.

Bevor es zu den Streuobstwiesen ging, noch ein Gedicht von Anne M. Pützer:

HERBST.

Herbstlich ist´s,
im Land,
im Herzen.
Blattwerk fällt,
Gefühle schmerzen.
Will noch einmal farbenfroh genießen,
kosten von des Lebens Süße.
Fest den kahlen Baum umarmen.
Jahreszeit kennt kein Erbarmen.
Lebensherbst will Früchte ernten
Weitergeben vom Gelernten.
Will nicht verkümmern. Sonne spüren.
Der Erde Herz will er berühren.
Welk und nackt legt er sich nieder,
träumend, dass er kommet wieder.
Verjüngt und neu, im nächsten Leben.
Man möge ihm die Chance geben.

(Anne M. Pützer)

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Es war einmal ein Baum. Immer wieder besuchte ich in den letzten Jahren. Bei meinen vielen Spaziergängen konnte ich nicht ahnen, wie schlecht es ihm ging. Jetzt sind nur noch seine Zweige und die wenigen Rest-Äpfel zu sehen.

Dazu passt so schön das Lied, das Alexandra vor vielen Jahren einst sang (Auszug):

Mein Freund der Baum ist tot
Er fiel im frühen Morgenrot
Bald wächst ein Haus aus Glas und Steinen
dort wo man ihn hat abgeschlagen
bald werden graue Mauern ragen
dort wo er liegt im Sonnenschein
Vielleicht wird es ein Wunder geben
ich werde heimlich darauf warten
vielleicht blüht vor dem Haus ein Garten
und er erwacht zu neuem Leben
Doch ist er dann noch schwach und klein
und wenn auch viele Jahren gehen
er wird nie mehr der selbe sein.

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Ein Erntedankgedicht von mehreren wurde auf den Streuobstwiesen vorgetragen.

Eines sei davon hier erwähnt:

Apfellese

Das ist ein reicher Segen
In Gärten und an Wegen!
Die Bäume brechen fast.
Wie voll doch Alles hanget!
Wie lieblich schwebt und pranget
Der Äpfel goldne Last!

Jetzt auf den Baum gestiegen!
Laßt uns die Zweige biegen,
Daß Jedes pflücken kann!
Wie hoch die Äpfel hangen,
Wir holen sie mit Stangen
Und Haken all‘ heran.

Und ist das Werk vollendet,
So wird auch uns gespendet
Ein Lohn für unsern Fleiß.
Dann zieh‘n wir fort und bringen
Die Äpfel heim und singen
Dem Herbste Lob und Preis.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Auf dem Rückweg versuchten wir, einen Holzdieb ausfindig zu machen, der vor kurzem hier wohl sein Unwesen trieb.

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Da uns das nicht gelang, lauschten wir lieber Rainer Maria Rilke mit einem seiner bekannten Herbst-Gedichte:
Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke)

Ein schöner literarischer Nachmittag in der Natur endete an der Wegkreuzung am Rettershof.

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Gerd Taron

Alle Fotos: Gerd Taron (Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet)

Der nächste literarische Spaziergang, ein Klosterberg-Spaziergang, findet am Samstag, 18.10.14 von 14 bis 16 Uhr statt. Treffpunkt ist Violas Bücherwurm in der Bahnstraße 13 in Kelkheim.
Weitere Informationen unter: https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

Ernte sei Dank – Literarischer Wochenendgruß vom 03.10.14

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes!

Die Zeit der Ernte ist vorbei. Die meisten Früchte sind geerntet. Jetzt dürfen wir die Ernte genießen.

Bei meinen Spaziergängen über die Streuobstwiesen hier im Taunus komme ich mir oft so vor, als ich lebte ich in einem Schlaraffenland. Apfelbaum reiht sich an Apfelbaum, dazwischen ein Pflaumenbaum, Mirabellen, Kastanien und andere Köstlichkeiten finden sich hier.

In dieser Jahreszeit, dem Herbst, bereitet sich die Natur auf ihren Winterschlaf vor.

Es wird uns wieder bewusst, dass wir nicht hungern müssen und unser tägliches Brot jeden Tag dankbar in vielfältiger Weise zu uns nehmen dürfen.

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Bäckermeister Bernd Wittekind von der Bäckerei Wittekind, Kelkheim-Fischbach, Langstraße 1 – Foto: Gerd Taron

DAS BROT

Ich selber war ein Weizenkorn.
Mit vielen, die mir anverwandt,
lag ich im lauen Ackerland.
Bedrückt von einem Erdenkloß,
macht’ ich mich mutig strebend los.

Gleich kam ein alter Has gehupft
und hat mich an der Nas gezupft,
und als es Winter ward, verfror,
was peinlich ist, mein linkes Ohr,
und als ich reif mit meiner Sippe,
o weh, da hat mit seiner Hippe
der Hans uns rundweg abgesäbelt
und zum Ersticken festgeknebelt
und auf die Tenne fortgeschafft,
wo ihrer vier mit voller Kraft
im regelrechten Flegeltakte
uns klopften, dass die Scharte knackte!

Ein Esel trug uns in die Mühle.
Ich sage dir, das sind Gefühle,
wenn man, zerrieben und gedrillt
zum allerfeinsten Staubgebild’,
sich kaum besinnt und fast vergisst,
ob Sonntag oder Montag ist.
Und schließlich schob der Bäckermeister,
nachdem wir erst als zäher Kleister
in seinem Troge bass gehudelt,
vermengt, geknebelt und vernudelt,
uns in des Ofens höchste Glut.
Jetzt sind wir Brot. Ist das nicht gut?
Frischauf, du hast genug, mein Lieber,
greif zu und schneide nicht zu knapp
und streiche tüchtig Butter drüber
und gib den andern auch was ab!

Wilhelm Busch

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Verklärter Herbst

Gewaltig endet so das Jahr.
Mit goldenem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.
Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
Gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.

Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluss hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht-
Das geht in Ruh‘ und Schweigen unter.

Georg Trakl

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Erntelied

Der Sommer bleibt nicht lange mehr,
Der Tag wird kürzer, die Nacht wird länger,
Das Korn ist gemäht, das Feld wird leer.
Es schweigen schon des Waldes Sänger,
So gibt er uns noch ein fröhlich Fest.

Seht da! Sie bringen den Erntekranz
Mit bunten Bändern und Flittern,
Sie eilen Alle zum fröhlichen Tanz,
Die Mädchen mit den Schnittern.
Und Alles tanzt und springt,
Und Alles jubelt und singt.

Juchheißa juchhei!
Die Ernt‘ ist vorbei.

Heinrich Hoffmann von Fallersleben

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Beurteile einen Tag nicht danach,
welche Ernte du am Abend eingefahren hast,
sondern danach, welche Saat du gesät hast.

Robert Louis Stevenson

Danke
Im normalen Leben wird oft einem gar nicht bewusst,
dass der Mensch überhaupt unendlich viel mehr empfängt,
als er gibt, und dass Dankbarkeit das Leben erst reich macht.
Dietrich Bonhoeffer

Wenn Sie mögen, können Sie die Texte des heutigen Wochenendgrußes und andere beim literarischen Erntedank-Spaziergang am Rettershof in Kelkheim-Fischbach hören und erleben. Weitere Informationen finden Sie am Ende.

Ich wünsche Ihnen an diesem verlängerten Erntedank-Wochenende viele Momente der Dankbarkeit. Ihnen allen danke ich für das treue Lesen des Wochenendgrußes und die Anteilnahme, die ich immer wieder erfahren darf.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Literarischer Erntedank-Spaziergang am Rettershof

Die Streuobstwiesen rund um den Rettershof
Geschichten und Gedichte zur Erntezeit
Sonntag, 05.10.2014 von 15:00 bis 17:00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz Rettershof, Kelkheim-Fischbach
Weitere Informationen bei Gerd Taron, Taron-Antiquariat
Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach, Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de
Festes Schuhwerk wird empfohlen – Kostenbeitrag: 5 Euro