Wenn Kraniche ziehen – Anneliese Druhm

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wenn die K r a n i c h e ziehen

die Tage werden kürzer und mahnen zum Aufbruch .
Im spärlichen Licht der Sonne
siehst du sie ziehen zum Land ihrer Sehnsucht.

Kein wilder Flügelschlag, kein Taumeln.
Mit gleichem Herzschlag wellenförmig federleicht
im Takt einer perfekten Formation.

Weit entfernt – mit bloßem Auge kaum zu sehen,
kunstvoll in den Horizont gemalt
ins verblassende Blau des Himmels ,
in Wolkenberge als Kulisse.

Ihr sanfter Gesang betörend schön.
Unereicht in Eleganz ihr Flug
über golden fallendes Laub aus lichten Kronen,
– rätselhaft – zum vorbestimmten Ziel.

Den Anblick staunend genießen ,
mit müden Augen Abschied nehmen,
sich dem Wind überlassen,
Nachtigallen längst gegangen.

Gedicht : Anneliese Druhm, Kelkheim 2014

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