Vom Wachsen – Literarischer Wochenendgruß vom 22.08.14

Vom Wachsen – Literarischer Wochenendgruß vom 22.08.14

Liebe Freundinnen und Freunde des literarischen Wochenendgrußes,
so langsam verabschiedet sich der Sommer in Richtung Herbst. Es ist Spätsommer geworden. Die Farben der Natur ändern sich Es beginnen die Farben des Herbstes zu leuchten.
Das Wachsen der Früchte auf den Bäumen und auf den Feldern nimmt ein Ende. Was im Frühling zu wachsen begann, ist jetzt reif für die Ernte. Dieses wird mir immer wieder in diesen Tagen beim Gang durch unsere Streuobstwiesen hier im Taunus deutlich.
Das hat mich zum Thema der heutigen Ausgabe des literarischen Wochenendgrußes geführt.

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Foto: Gerd Taron

REIFEN wie ein Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Winters steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer kommen könnte.
Er kommt doch!
Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind,
als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit….

Rainer Maria Rilke

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Foto: Gerd Taron

Lass deine Träume in den Himmel wachsen wie Bäume,
in deren Zweigen Vögel nisten.
Vertraue dich dem Leben wieder an ~
und der Gesang der Morgenfrühe gehört dir allein.

[© unbekannt]

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Das Leben besteht nicht nur darin zu wachsen, es bedeutet auch, in etwas hineinzuwachsen, aus etwas herauszuwachsen und vor allem, über sich hinauszuwachsen.

(Kartini Diapari – Öngider)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Achten wir auch in uns darauf, wo etwas wachsen und wo etwas abnehmen will, wo wir etwas zulassen und etwas loslassen sollen. Achten wir auf den inneren Rhythmus unserer Seele, um nicht gegen unsere Natur zu leben.

Anselm Grün

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wachsen kann ich da, …
Wo jemand mit Freude auf mich wartet
Wo ich Fehler machen darf
Wo ich Raum zum Träumen habe
Wo ich meine Füße ausstrecken kann
Wo ich gestreichelt werde
Wo ich geradeaus reden kann
Wo ich laut singen darf
Wo immer ein Platz für mich ist
Wo ich ohne Maske herumlaufen kann
Wo einer meine Sorgen anhört
Wo ich still sein darf
Wo ich ernst genommen werde
Wo jemand meine Freude teilt
Wo ich auch mal nichts tun darf
Wo mir im Leid Trost zuteil wird
Wo ich Wurzeln schlagen kann
Wo ich leben kann!
Autor unbekannt

Ich wünsche Ihnen an diesem Wochenende die Zeit, ein wenig auf ihr persönliches Wachsen und Reifen einmal zu schauen.
Ihr/Euer
Gerd Taron

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