Mit allen Sinnen genießen – Literarischer Wochenendgruß vom 15.08.14

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,
es ist herrlich in diesen Tagen durch die Natur zu spazieren und all die sinnlichen Eindrücke zu genießen. Der Duft der reifen Äpfel, die klare Luft, die Landschaft, die immer farbenfroher wird – ein Genuss für die Sinne. In den frühen Morgenstunden, wo alles schläft, hört man nur die eigenen Schritte – kein Autolärm, kein Flugzeug unterwegs. Nur Katzen, die sich bei ihren nächtlichen Streifzügen gestört fühlen …

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Foto: Viktoria Vonseelen – aufgenommen in der Weinbar Café Michel bei Maike und Daniel Butz in Stromberg

Lerne die Schönheit des Augenblicks zu genießen,
den Flug eines Vogels,
das Brausen des Windes,
das Plätschern einer Quelle,
den geheimnisvollen Halbschatten des Unterholzes.
Werde wie ein Kind mit seinem Staunen über alle Dinge,
und die Zeit wird stillstehen.
Dann wirst du die ganze Welt
durch deinen eigenen Körper erfahren.

~Suvate~
(„Dog Soldier“)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Um leben zu können, musst du genießen können. Ich meine nicht die Genuss-Sucht, die viele Menschen krank und zu Sklaven macht, die so viele Menschen ins Unglück stürzt. Um genießen zu können, musst du frei sein. Frei von Gier, frei von Neid, frei von einer Leidenschaft, die dich zerreißt und zerstört.
Wenn du genießen kannst, kannst du lachen. Du freust dich. Du bist dankbar, dass jeden Morgen die Sonne für dich aufgeht. Du kannst selig sein über ein weiches Bett und über eine warme Wohnung. Du triffst freundliche Menschen. Die Freundschaft Gottes kommt dir entgegen in jedem Lächeln, in jeder Blume, in jedem guten Wort, in jeder hilfreichen Hand, in jeder Umarmung.
Wenn du kleine Dinge in aller Ruhe genießen kannst, dann wohnst du in einem Garten voller Seligkeit.
Wahres Glück ist kein extravaganter Luxusartikel, unerschwinglich teuer und unerreichbar fern. Dein Glück ist ganz nahe. Am Tage von heute blühen kleine Freuden an deinem Weg. Du musst sie nur entdecken und dafür dankbar sein. Hör auf, die Nöte von gestern wiederzukäuen. Mach dir keine sinnlosen Sorgen um die Zukunft. Wenn du heute nicht glücklich sein kannst, erwarte nicht, dass morgen ein Wunder geschieht.
Heute musst du glücklich sein. Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück. Man muss die Treppe nehmen.
Phil Bosmans

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Weise ist, wer auch das hört, was keinen Klang hat,
und auch das sieht, was keine Form hat…

(Aus Tibet)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Horch auf die Luft!
Du kannst sie hören, sie spüren, sie riechen und schmecken, die heilige Luft, die alles mit ihrem Atem erneuert. Wir sitzen nebeneinander, wir berühren uns nicht, aber etwas ist da; wir fühlen, daß etwas in unserer Mitte gegenwärtig ist.
Wir sprechen mit den Flüssen, den Seen und den Winden wie mit unseren Verwandten.

Lame Deer

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Foto: Gerd Taron – Auf den Streuobstwiesen am Rettershof in Kelkheim-Fischbach im Taunus

Um wertvolle Dinge zu sehen,
brauchst du nur dorthin zu blicken,
wohin die große Menge nicht sieht.

Laotse

Ein genussvolles Wochenende mit allen Sinnen wünscht
Ihnen/Euer
Gerd Taron

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