Habe Mut – Literarischer Wochenendgruß vom 01.08.14

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

heute Morgen fielen mir beim Blick auf die Titelseite einer großen überregionalen Tageszeitung zwei Schlagzeilen auf, in denen das Wort „Drohung“ eine große Bedeutung hatte.

In diesen Tagen erlebe ich es selbst und einige in meinem Umfeld – dieses Gefühl „be-droht“ zu sein. Menschen wollen aus den verschiedensten Motiven anderen Angst machen. Sie wollen den anderen zu Handlungen zwingen, um die eigene Macht und Überlegenheit zu demonstrieren.

Betrachten wir dies aus literarischer Sicht. Dort finden wir vieles, was uns, der „be-droht“ wird oder sich fühlt, Mut machen soll.

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Foto: Gerd Taron

Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich, und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen.
Bekanntmachung allein genügt vielleicht nicht; aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen.
(Josef Pulitzer)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich

Hermann Hesse

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind! Seid misstrauisch gegen ihre Macht, die sie vergeblich für euch erwerben müssen.! Wacht darüber, daß eure Herzen nicht leer sind, wenn mit der Leere eurer Herzen gerechnet wird.

Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet! Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!

Günter Eich

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wahre Freiheit entdeckt der Mensch erst dann,
wenn er das Interesse daran verliert welchen Eindruck er erweckt.
(chinesische Weisheit)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss, wie andere Menschen

Astrid Lindgren

Wer sich nicht be-drohen lässt, ist frei und unabhängig von der Meinung anderer. Er kann „guten Mutes“ durch seinen Alltag gehen.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende mit mutigen Taten und Gedanken.

Ihr/Euer

Gerd Taron

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