Tatort Frankfurt-Sachsenhausen – mit der Autorin Sylvia Schopf

Frankfurt-Sachsenhausen an einem regnerischen Sommer-Montagvormittag,

Am Freitag, 19.09. werde ich das Vergnügen haben, den neuen Frankfurt-Krimi von Sylvia Schopf „Zeit für Rache“ im Rahmen eines Krimi-Lese-Spaziergangs vorzustellen. An den Original-Schauplätzen ihres Krimis in Frankfurt-Sachsenhausen wird Sylvia Schopf aus ihrem neuen Buch lesen.
Sie beginnt ihre Lesung, so viel sei schon jetzt verraten, in der Buchhandlung „Die Wendeltreppe“ in Frankfurt-Sachsenhausen.

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So trübe und regnerisch sei es heute am Eisernen Steg aus …
Foto: Gerd Taron (im letzten Jahr aufgenommen)
Heute fand die Vorbesprechung und Vorbegehung statt. Ich weiß nicht, ob in ihrem Krimi auch solche Wetterkapriolen vorkommen. Aber so feucht muss es nicht unbedingt sein …

Weitere Informatioen über die Autorin und die Buchhandlung finden Sie hier:
http://www.sylvia-schopf.de/

http://www.die-wendeltreppe.de/

Einen literarischen trockenen Abend wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: Am 08.11. gibt es dann im Café Lounge Jasmin in Frankfurt-Fechenheim mit Sylvia Schopf einen Krimi-Dinner …

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„Störungen und Irritationen im öffentlichen Raum“ von Margarete Rabow

„Störungen und Irritationen im öffentlichen Raum“ von Margarete Rabow

Kunstaktionen gegen das Vergessen

Mit den Aktionen der Frankfurter Künstlerin soll der Menschen, die im KZ Katzbach in den ehemaligen Adlerwerken in Frankfurt am Main unsägliches durchmachen mussten, gedacht werden.
Hier: Lesungen im öffentlichen Nahverkehr

Frankfurt am Main, 14.07.14

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Foto: Viktoria Vonseelen
Mitten in der Großstadt Frankfurt am Main wurde gegen des Zweiten Weltkrieges in der Nähe des Bahnhofs auf dem Gelände der damaligen Adler-Werke ein KZ unter dem Decknamen „Katzbach“ errichtet. Zwischen August 1944 und April 1945 waren ca 1.600 Häftlinge dort interniert. Die Häftlinge kamen aus verschiedenen Konzentrationslagern wie zum Beispiel Buchenwald.
Unter unvorstellbaren, menschenunwürdigen Bedingungen wurden diese Menschen für die Rüstungsindustrie zur Zwangsarbeit getrieben.

Nur sehr wenige der Häftlinge überlebten die Höllenqualen in diesem Lager. Was sie später berichteten, wurde unter anderem in dem Buch „Wir lebten zwischen den Toten“ von Ernst Kaiser und Michael Knorn, erschienen 1994 im Campus-Verlag überliefert.

In Erinnerung an das grausame Geschehen in diesem Konzentrationslager mitten in der Stadt hat die Künstlerin Margarete Rabow eine besondere Kunstaktion ins Leben gerufen „Störungen und Irritationen im öffentlichen Raum“.

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Margarete Rabow, Mitte, mit ihrer Mitarbeiterin Anne Schwarz, rechts im Bild
bei der Vorstellung der Aktion „4.Lesung im öffentlichen Nahverkehr“

Foto: Gerd Taron

Zu ihren Aktionen gehört unter anderem „“Lesungen im öffentlichen Nahverkehr“. Von verschiedenen Personen wird abwechselnd ein Text aus dem vorgenannten Buch gelesen – unvermittelt und ohne jegliche Ankündigung in Straßenbahnen, U-Bahnen und Bussen in Frankfurt.

Viktoria Vonseelen, Sprecherin, und ich, bekamen zum zweiten mal Gelegenheit, diese Aktion als Vorleserin bzw. Vorleser begleiten zu dürfen.

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Viktoria Vonseelen, Sprecherin (www.viktoria-vonseelen.de )

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Gerd Taron

Foto: Viktoria Vonseelen

Start war diesmal Frankfurt-Bornheim, Ernst-May-Platz. Mit der Straßenbahn-Linie 14 fuhren wir Richtung Lokalbahnhof. Zugestiegene Fahrgäste reagierten unterschiedlich auf unsere Leseaktion: Die meisten interessierte es nicht, was und wer da so laut las. Mann/Frau war zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Einige sehr wenige trauten sich dann doch und fragten nach.

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Fotos: Gerd Taron
Quer durch die Stadt ging die Fahrt mit den Straßenbahnen weiter. Von der Linie 14 wechselte das Team am Lokalbahnhof die Richtung zum Börneplatz. Am Börneplatz fuhren wir auf der im Volksmund genannten „Junkie-Express“, der Linie 11 nach Höchst.

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Foto. Gerd Taron

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Foto: Viktoria Vonseelen

Für mich als beteiligter Vorleser ist es immer wieder sehr berührend Die Vorstellung, dass vor 70 Jahren hier in dieser Stadt an diesen Orten Menschen unvorstellbares Leid erfahren mussten und schutzlos anderen ausgeliefert waren ist erschütternd.

Das eigene Leben, mit all dem selbst erlebten Höhen und Tiefen, wird in Anbetracht dieser Grausamkeiten, sehr klein.

Das Geschehene darf sich nie mehr wiederholen! Daher möchte ich jeden Leser auffordern, Margarete Rabow bei ihrer Kunstaktionen gegen das Vergessen zu unterstützen. Mehr können Sie hier erfahren:
http://www.rabow-kz-katzbach.de/stoerungen-und-irritationen/lesungen/

oder

http://www.rabow-kz-katzbach.de/
Gerd Taron

Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben: Gerd Taron (Wiedergabe nur mit ausdrücklicher Genehmigung)