Alles ist sicher? Literarischer Wochenendgruß vom 20.06.14

Liebe Freundinnen und Freunde des Wortes und des Bildes,
für viele erscheint es, dass wir in unsicheren Zeiten leben. Dabei haben wir zumindest in unserem Land seit 1945 Frieden. Andererseits erleben wir viele in ihrem eigenen Leben zum Teil größere Umbrüche, Pläne müssen umgeschrieben oder aufgegeben werden, Träume platzen. Die Gründe sind vielfältig, Sei es Trennung, Arbeitsplatzverlust, gesundheitliche Probleme usw.
Falsche Versprechungen sollen unsere Probleme lösen und uns in Sicherheit wiegen.
Wenn unser Leben aus der Balance gerät, die Sicherheit verloren geht, führt uns die Hoffnung wieder zurück. Die Fotos von Hans Joerg Kampfenkel mögen dazu beitragen

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Das Verlangen nach Sicherheit
ist der meist zum Scheitern verurteilte Versuch
dem unbändigbaren Chaos Leben
eine geordnete Struktur zu geben.
Nur allzu spät erkennt der Unglücksaspirant,
dass seine selbsterrichtete Mauer nicht nur dem Schutz dient –
sondern ihn ebenso vom Leben trennt.

Wenn dann das stürmische Leben selbst
diese Mauer noch niederreißt,
so taucht er ins reine Chaos ein –
wo er der ungewohnten Freiheit
oft in Form von Angst begegnet!

Hier beginnt der wahre Seiltanz, der darin besteht:
in den Strom des Lebens voll und ganz einzutauchen,
ohne in ihm zu ersaufen.

(Jeremias J. in Anlehnung an Parzifals „Freiheit stirbt mit Sicherheit“)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen,
wird am Ende beides verlieren.

~Benjamin Franklin~

der dringende wunsch nach sicherheit hört dann auf, wenn wir das vertrauen in uns selbst gefunden haben.
Angelika Wende

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Hoffnung

Es reden und träumen die Menschen viel,
von besseren künftigen Tagen,
nach einem glücklichen goldenen Ziel
sieht man sie rennen und jagen;
die Welt wird alt und wird wieder jung,
doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,
sie umflattert den fröhlichen Knaben,
den Jüngling locket ihr Zauberschein,
sie wird mit dem Greis nicht begraben;
denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,
noch im Grabe pflanzt er – die Hoffnung auf.

Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,
erzeugt im Gehirne des Toren,
im Herzen kündet es laut sich an.
Zu was Besser’m sind wir geboren.
Und was die innerer Stimme spricht,
das täuscht die hoffende Seele nicht.

Friedrich von Schiller

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens.

(Friedrich Nietzsche)

Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Hoffnung auch in schweren Zeiten nicht verlieren und Ihre persönliche Lebenssicherheit erhalten oder wiederbekommen.

Ihr/Euer
Gerd Taron

 

 

 

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