Gedanken-Wege – Eine Lesung in neun Stationen – mit Viktoria Vonseelen

Gedanken-Wege

Eine Lesung in neun Stationen durch den Bethmann-Park in Frankfurt am Main

Auftaktveranstaltung zur Reihe „Oase der Stille“

 

Mit Viktoria Vonseelen, Sprecherin und Gerd Taron, Antiquar

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

„Und wer sich einmal

ein einziges Mal hingegeben hatte,

nur einmal das große Vertrauen geübt,

und sich dem Schicksal anvertraut hatte,

der war befreit.“

Auszug aus einem Gedicht von Hermann Hesse

Am Sonntag, den 6. April 2014 ab 15:00 Uhr erwarten uns besondere literarische Köstlichkeiten. Viktoria Vonseelen wird auf neun Stationen Gedichte und Werke von bekannten und weniger bekannten großen Dichtern präsentieren.

An jeder der neun vorgesehenen Stationen liest die ausgebildete Sprecherin Viktoria Vonseelen. Es sind ausgewählte Texte, die uns besinnen und zur Ruhe bringen mögen in der Hektik unseres Alltags.

Nach jeder einzelnen Lesung besteht jeweils die Möglichkeit über das Gelesene kurz nachzudenken.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wer möchte kann am Ende alleine oder gemeinsam noch eine Lokalität nach Wahl besuchen oder auf dem Nachhauseweg sich über das Gehörte austauschen.

Es wird um einen Kostenbeitrag von 10 Euro gebeten.

Treffpunkt: Am Eingang des Bethmannparks (Berger Straße)

Beginn: 15:00 Uhr voraussichtliches Ende: spätestens 17:00 Uhr

Parkmöglichkeiten und Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf Anfrage

Es wird um telefonische oder schriftliche (am besten per E-Mail) Anmeldung gebeten.

An

Gerd Taron, Taron-Antiquariat, Langstraße 30, Tel. 06195-676695

E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de

oder

Viktoria Vonseelen

E-Mail: voice@viktoria-vonseelen.de

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Kennenlernen

Ihre

66467_662679660435785_327302555_n

Viktoria Vonseelen

Internet: www.viktoria-vonseelen.de

und

1378248_532999950109111_661060169_n

Gerd Taron

Internet: https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

Werbeanzeigen

Berauscht sein – Literarischer Wochenendgruß vom 14.03.14

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

 

zu Beginn dieser Woche las ich in einer großen deutschen Tageszeitung einen Artikel über die Modedrogen „Speed“ und „Crystal“. Laut einer Studie werden diese Drogen nicht nur von Schülern, sondern sehr oft auch von Berufstätigen, Müttern und Vätern genommen.

 

Dort heißt es in einem Zitat von einem Konsumenten, warum er diese Drogen nimmt:

 

„Um wach zu bleiben, weil es leistungsfördernd ist, mehr Leistung heißt mehr Geld. Um zu beweisen, dass ich auch mit 54 noch fit bin für den Arbeitsmarkt.“

 

Diese Aussage und die weiteren Ausführungen haben mich sehr betroffen gemacht.

 

In was für einer Welt leben wir? Ist der Mensch nur noch da, um zu funktionieren? Ist das Streben nach materiellem Reichtum erstrebenswert? Ist das Leben unter diesen Umständen noch lebenswert?

 

Antworten können uns möglicherweise die nachfolgenden Zitate geben. Sie mögen kleine Gedanken-Anstöße sein. Vielleicht führen sie zu einem Um-Denken und Nach-Denken.

0701_Jan4 055-02

Foto: Hans Jörg Kampfenkel

Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.

Albert Schweitzer

Das Leben besteht aus mehr, als immer nur die Geschwindigkeit zu erhöhen.

Mahatma Gandhi

0801_Jan1 242_1-02

Foto: Hans Jörg Kampfenkel

Menschen, die nach immer größerem Reichtum jagen, ohne sich jemals Zeit zu gönnen, ihn zu genießen, sind wie Hungrige, die immerfort kochen, sich aber nie zu Tische setzen.

Marie von Ebner-Eschenbach

Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts, wofür es sich lohnt zu leben.

(Antoine de Saint-Exupery)

 

0810_Okt4 146_2-02

Foto: Hans Jörg Kampfenkel

Je reicher die Menschen sind,
desto eher betrachten sie ihre Privilegien und Vorzüge
als eine Selbstverständlichkeit.

Wenn wir uns bester Gesundheit erfreuen
und das Leben uns zudem mit vielen günstigen
Gelegenheiten beschenkt,
nehmen wir diese wahrscheinlich ebenfalls für selbstverständlich,
was nicht gerade unsere Zufriedenheit mehrt.

Zufriedenheit wächst vielmehr aus der Dankbarkeit,
die wir für alle positiven Lebensumstände fühlen.

Wir können nirgendwo zu Hause sein,
wenn wir uns nicht selbst Zuflucht und Heimat sein können,
wenn wir uns nicht entspannen, in uns keine Ruhe finden.

Wo unser Herz ist, fühlen wir uns zu Hause,
nicht wo unser Körper ist.

Deswegen sind wir endlich zu Hause angekommen,
sobald wir unser Herz öffnen,
sobald wir ein Gefühl liebevoller Wertschätzung spüren,
sobald wir dankbar, zufrieden, erleichtert und sorglos sind.

Wenn wir uns so fühlen,
sind wir überall auf diesem Erdball,
ja im ganzen weiten Universum zu Hause.

Ayya Khema

Mit einem Zitat von Dietrich Bonhoeffer möchte ich diesen Wochenengruß beschließen:

Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche.

Dietrich Bonhoeffer

Möge Ihnen allen dieses Wochenende dazu dienen zur Ruhe zu kommen, die Lebensgeschwindigkeit wieder in gesunde Bahnen zu lenken.

Ihr/Euer

 

Gerd Taron

Alle Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Wiedergabe nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet!

Verzockt – Rundbrief von Pfarrer Andreas Schmalz-Hannappel, Kelkheim-Fischbach

Super! Ich habe den Highscore geknackt. Lange hat es gedauert. Viele Stunden habe ich vor dem Spiel am Smartphone gesessen, um immer besser zu werden – und um mich zu entspannen. Einfach zwischendrin mal zocken, um den Alltag, den Stress, die Anforderungen hinter sich zu lassen.

Und dann merke ich, dass ich manchmal doch zu viel spiele, zu viel Zeit im Spiel vertreibe. Doch so schlimm ist das nicht, denn bei dem Spiel handelt es sich um Sudoku. Doch was passiert, wenn ich die Finger nicht mehr vom Spiel, von diesem oder einem anderen, lassen kann? Wenn das Spiel mich antreibt? Vielleicht ist dies dem Präsidenten des FC Bayern passiert. Denn 50.000 Buchungen in wenigen Jahren sprechen eigentlich für sich. Was trieb diesen intelligenten Menschen, der so viel in seinem Leben erreicht hat? Und was hält mich davor ab, als Getriebener zu leben und der Spielleidenschaft oder gar der Sucht zu verfallen?

„Wir sollen Kinder Gottes heißen – und wir sind es auch!“, so ist es im 1. Johannesbrief (3,1) zu lesen. Ja, ich fühle mich als Kind Gottes. Das ist prägend für mein Leben. Für mich bedeutet dies, dass ich in meinem Leben eigentlich nichts machen oder erreichen muss. Weil ich schon bin. Ich bin kein Fußballprofi, geschweige denn Weltmeister, kein erfolgreicher Geschäftsmann oder gar Präsident eines Weltvereins, ich bin „nur“ Kind Gottes. Das reicht mir und bewahrt mich, mehr sein zu wollen als ich ohne hin schon bin.

So wünsche ich Dir, dass Du den Versuchungen des Lebens standhältst, weil Du weißt: Ich bin ein Kind Gottes.

Gottes Segen für Dich.
Andreas Schmalz-Hannappel

Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde St. Johannes Kelkheim-Fischbach

Farbenpracht – Anne M. Pützer

FARBENPRACHT.

 

Mit dem Pinsel

tauche ich ein

in die Farbenpracht

meiner Palette.

Ich wiege mich

mit frühlings- frisch grünen Grashalmen

im Wind,

geschmückt von den ersten Blumen,

die mich wie bunte Knöpfe umgeben.

Sie recken sich hinauf,

wo die korngelbe Sonne

wie eine wärmende Scheibe

am tiefblauen Himmel steht.

Pferde galoppieren den Hügel herab,

ausgelassen ihre Bewegungsfreiheit genießend.

Glänzendes Schwarz und Schokoladenbraun

nehmen ein Bad im Grün der Natur.

Farbenprächtig!

 

©Anne M. Pützer

1104_April(1) 119_1-02

Foto: Hans Jörg Kampfenkel

Wiedergabe von Text und Foto nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet.

Lebe! – Literarischer Wochenendgruß vom 07.03.2014

Liebe Freunde schöner Künste,

wenn einer eine Reise tut – dann kann er was erleben und entdecken. So erging es mir in dieser Woche, als ich einen Ausflug in den schönen Rheingau unternahm.

Dort traf ich eine bisher unbekannte Autorin, Karin Schneider-Jundt. In ihrem großen Archiv schlummerten seit langem ihre Texte, die sie größtenteils auch vertont hat. Ich hatte das Vergnügen, in ihre Schatzkiste zu blicken.

Von ihren vielen schönen Texten möchte ich heute zwei präsentieren. Vielleicht werden es bald noch mehr.

0612_Dez2 227-02

Foto: Hans Jörg Kampfenkel

Der erste Text verbindet und ergänzt die vergangenen beiden Ausgaben in wunderbarer Weise:

Berührungen

 

Komm, ergreife meine Hand,

wir sind doch als Mensch verwandt.

Fühlst du nicht, ich mein’ es gut?

Sei nicht ständig auf der Hut!

Wenn du meine Nähe fühlst,

und dich nicht in Mißtrau’n hüllst,

kann ich dir die Sorgen nehmen

und dir Halt und Zuflucht geben.

Komm, ich streichle dein Gesicht.

Schäm’ dich deiner Tränen nicht.

Ob du Frau bist oder Mann –

darauf kommt es doch nicht an.

Einsam sind wir allesamt.

von den meisten oft verkannt.

Lass’ uns eine Brücke bau’n

aus Verständnis und Vertrau’n.

Nimm auch du mich in den Arm.

Halte mich ganz fest und warm.

Brauche heute deinen Trost.

Meine Ängste sind so groß.

Dein Berühren stillt den Schmerz,

dringt als Hoffnung in mein Herz.

Was den Worten nie gelingt,

stets ein kleines Streicheln bringt.

Komm und fahr’ mir über’s Haar.

Denk dabei nicht an Gefahr.

Sehne mich nach Zärtlichkeit,

die die Seele mir  befreit.

Sieh, ich bin ein Kind wie du,

suche Schutz und Trost und Ruh.

Hülle mich in deine Wärme,

gebe dir von meiner Stärke.

Karin Schneider-Jundt

 

0704_April2 039-02

 

Foto: Hans Jörg Kampfenkel

 

 

Lebe!

Lach mit der Sonne und träum’ mit dem Mond.

Glaube ganz fest, dass das Leben sich lohnt.

Öffne dein Herz für die Schönheit der Welt.

 Zeige dem andern, dass er dir gefällt.

Sing’ mit den Vögeln und pfeif’ mit dem Wind.

Bleibe im Herzen für immer ein Kind.

Wunder gescheh’n auch in unserer Zeit.

Halte dich offen und für sie bereit.

0704_April5 139-02

Foto: Hans Jörg Kampfenkel

Wein’ mit dem Regen und schrei’ mit dem Wolf.

Kummer und Sorgen, die geben dann auf.

Schenke dem andern dein wahres Gesicht,

wage zu trotzen und schäme dich nicht.

Tanz’ mit den Wolken und spring mit dem Reh,

dann wirst du sehen, verfliegt jedes Weh.

Lerne zu fallen und steh’ wieder auf.

Spuck’ auf die Schrammen und nimm sie in Kauf.

Liebe dein Leben und lebe es heut!

Dann kannst du sagen: „Ich hab’ nichts bereut!“

Liebe den andern und liebe auch dich.

Denke daran: Lass dich niemals im Stich!

Karin Schneider-Jundt

0709_Sep6 194_b1A-02

Foto: Hans Jörg Kampfenkel

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie das Leben in voller Blüte genießen können. Lassen Sie sich an diesem Wochenende berühren von dem Zauber der Natur und von Ihren Mitmenschen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Wer mehr über die Künstlerin Karin Schneider-Jundt wissen möchte:

http://www.lieder-von-karin-schneider.de/wpKarin/

 

Alle Texte und Fotos sind urheberrechtlich geschützt – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet

Ich wünsche dir – Anne M. Pützer

Ich wünsche dir
einen Sonnenstrahl auf deiner Nase,
der dich kitzelt und dich zum Schmunzeln bringt…
ein Lebewesen, das dir mit Zuneigung entgegenkommt,
dich mit Gefühlen verwöhnt
und dein Herz erwärmt…
Begegnungen, die dich einfach nur erfreuen,
dir hilfreich sind, dich weiter-
und zum Lachen bringen…
Ideen, wie aus deinen Träumen
bald positive Wirklichkeit wird.

1924997_625383214220995_204594562_n