Lasse los! Literarischer Wochenendgruß vom 24.01.14

Liebe Freunde der Literatur,

zu Beginn des Jahres sind wir mit dem Wochenendgruß zu einem Aufbruch und Neubeginn gestartet.

Für einige der Leserinnen und Leser war dies nicht nur mit dem Jahreswechsel verbunden. Sie standen und stehen selbst vor tief greifenden  Veränderungen in ihrem Leben. Dies erfuhr ich in den Gesprächen der letzten Wochen immer wieder.

Später begaben wir uns auf die Reise, um dann Menschen zu begegnen, die unseren (neuen?) Weg begleiten.

Was bedeutet das für mich, für jeden Einzelnen von uns: Aufbruch, Neubeginn, Reise?

Um aufzubrechen, neu zu beginnen müssen wir etwas hinter uns lassen – unsere Vergangenheit, unser altes Leben. Nur so kann unsere Reise in ein neues Leben beginnen.

Die folgenden Texte und die Fotos von Hans Jörg Kampfenkel sollen zum Nachdenken anregen über das Loslassen – lasse los!

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Nichts festhalten

An nichts hängen,
aber alles so lieben,
als hinge man dran.

Das Leben nicht besitzen,
aber liebend
auf der offenen Hand tragen.

Nichts mehr bestimmen,
aber alles achtsam staunend
gewähren lassen.

Das sind die Ausdrücke
der Hohen Sehnsucht,
in denen das Leben dicht wird.

So lassen wir den Becher stehen
und trinken wieder
aus der Quelle.

Ulrich Schaffer

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Loslassen

Mein Leben gleicht dem des Artisten.

Mein Leben verwirkliche ich nur,

wenn ich loslassen kann.

Menschen, Freund, Dinge,

Einfluß, Geld, Sorgen

Loslassen.

Loslassen ist schwer.

Das letzte Ziel, Gott,

erreiche ich nur,

wenn ich alles

vertrauend, freiwillig, bereit

loslasse,

hergebe, hingebe, zurückgebe,

überlasse, schenke.

Irmgard Mauch

 

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Loslassen – bedeutet nicht, sich für jedes Mitgefühl zu versagen. Es bedeutet, dass ich niemandem Sorgen abnehmen kann.

Loslassen – bedeutet nicht, mich abzuschneiden. Es ist die Erkenntnis, dass ich einen anderen nicht kontrollieren kann.

Loslassen – bedeutet, nichts zu beschleunigen, sondern aus den natürlichen Konsequenzen zu lernen.

Loslassen – bedeutet, sich die eigene Ohnmacht einzugestehen und zu erkennen, dass der Ausgang nicht in meiner Macht liegt.

Loslassen – bedeutet, nicht für, sondern sich um jemand zu sorgen.

Loslassen – bedeutet, nicht festzulegen sondern zu unterstützen.

Loslassen – bedeutet, nicht alles und jedes zu planen, sondern anderen zu erlauben, ihr Geschick selbst in die Hand zu nehmen.

Loslassen – bedeutet, andere nicht zu beschützen, sondern ihnen zu erlauben, sich der Realität zu stellen.

Loslassen – bedeutet, nicht alles nach meinen Wünschen zu gestalten, sondern jeden Tag so zu nehmen, wie er kommt, und mich mit ihm wohlzufühlen.

Loslassen – bedeutet, nicht die Vergangenheit zu bereuen, sondern für die Zukunft wachsen und zu leben.

Loslassen – bedeutet, weniger zu fürchten und mehr zu lieben.

Autor unbekannt

 

 

Loslassen geschieht nicht mit großen Worten oder großen Schritten. Loslassen beginnt mit kleinen „Trippelschritten“. Und je mehr ich wage, desto leichter fallen mir meine Schritte. Und ich darf darauf vertrauen, dass ich beim Loslassen nicht alleine bin.

Gehen Sie an diesem Wochenende die ersten Schritte des Loslassens, wenn Sie nicht bereits damit begonnen haben.

Ein losgelöstes Wochenende wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Alle Fotos: Hans Jörg Kampfenkel – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet.

Zwei wichtige Veranstaltungshinweise:

Samstag, 25.01. von 15:00 – 17:00 Uhr: Literarischer Spaziergang mit Gerd Taron

Treffpunkt: Fahrschule t 8, Langstraße 17, Kelkheim-Fischbach

Kostenbeitrag: 5 Euro

 

Thema: Aufbruch und Neubeginn

 

Bei Regen oder Schnee findet die Veranstaltung in der Fahrschule statt

 

Sonntag, 26.01. von 15:00 – 17:00 Uhr Literarischer Nachmittag mit Gerd Taron

 

Thema : Märchen

 

Treffpunkt: Café Lounge Jasmin, Frankfurt-Fechenheim, Alt-Fechenheim 94

 

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Ein Kommentar zu “Lasse los! Literarischer Wochenendgruß vom 24.01.14

  1. Loslassen – meistens recht schwierig, aber sehr befreiend. In vielerlei Hinsicht. Ein sehr schöner Beitrag.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende – Iris

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