Auf Reisen gehen – Literarischer Wochenendgruß vom 10.01.14

Liebe Literaturfreunde in nah und fern,

das Jahr ist wenige Tage jung und die Reise durch die Zeiten des Jahres hat für uns jeden begonnen. Niemand weiß von uns, wohin die Reise unseres Lebens uns in diesem Jahr führt.

Ich bin gespannt, wohin mich meine persönliche Reise führt, welche Wege ich beschreite, welche Türen sich schließen oder öffnen.

Auch Marina Rupprecht geht auf eine Reise. Mit diesem Wochenendgruß wird sie vorläufig zum letzten Mal Ihre Fotos diesen Rundbrief fotografisch mitgestalten. Es sind Fotos von ihrer letzten Reise zum Jahreswechsel

Aufgrund ihrer vielfältigen anderen Aktivitäten verabschiedet sie sich hier an dieser Stelle.

Ich danke Marina Rupprecht für die lange Begleitung, für die vielen schönen Fotos und die angenehme und inspirierende Zusammenarbeit der vergangenen Zeit. Es hat mir viel Freude bereitet.

Auf fotografische Unterstützung brauchen ich und Sie dennoch künftig nicht zu verzichten. Hans Jörg Kampfenkel wird mit seinen Fotos den Wochenendgruß ab der kommenden Ausgabe, 17.01., bereichern. Ich freue mich, Ihnen seine Fotos vorstellen zu können. Mehr über ihn persönlich erfahren Sie ebenfalls in der nächsten Ausgabe.

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An die Freunde

Wieder einmal ausgeflogen,
Wieder einmal heimgekehrt;
Fand ich doch die alten Freunde
Und die Herzen unversehrt.
Wird uns wieder wohl vereinen
Frischer Ost und frischer West?
Auch die losesten der Vögel
Tragen allgemach zu Nest.
Immer schwerer wird das Päckchen,
Kaum noch trägt es sich allein;
Und in immer engre Fesseln
Schlinget uns die Heimat ein.
Und an seines Hauses Schwelle
Wird ein jeder fest gebannt;
Aber Liebesfäden spinnen
Heimlich sich von Land zu Land.

Theodor Storm (1817 – 1888)

 

 

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Jeder Tag ist eine Reise,
und die Reise an sich ist das Zuhause.

Matsuo Basho (1644 – 1694)

 

 

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Die Menschen machen weite Reise um zu staunen:
über die Höhe der Berge,
über riesige Wellen des Meeres,
über die Länge der Flüsse,
über die Weite des Ozeans,
und über die Kreisbewegung der Sterne.
An sich selbst aber gehen sie vorbei, ohne zu staunen.

Aurelius Augustinus (354 – 430)

 

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Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie uns kennen ein für allemal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei. – Es ist ohnehin schon wenig genug.

Max Frisch (1911 – 1991)

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Ich wünsche Ihnen auf Ihrer Reise durch das neue Jahr viele Mut machende Erlebnisse. Lassen Sie sich nicht entmutigen, auch wenn Zweifel aufkommen sollten. Gehen Sie Ihren Weg.

Erleben Sie an diesem Wochenende Ihre persönlichen Reiseziele für das Jahr. Vervollständigen Sie die Landkarte Ihres Lebens um neue Wege.

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: Besonderer Veranstaltungshinweis:

Sonntag, 12.01.2014 um 15:00 Uhr

Café Lounge Jasmin in Frankfurt-Fechenheim, Alt-Fechenheim 94

Lesung mit Mohamed El Mouaddab – Hilfeschrei der Jugend – Schicksalswege zwischen Nordafrika und Mitteleuropa

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