Vom Glück im neuen Jahr – Literarischer Neujahrsgruß 2014

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

zum letzten Mal erscheint in diesem Jahr der literarische Gruß, heute ausnahmsweise montags und nicht wie gewohnt freitags.

Jetzt besonders zum Jahreswechsel wünschen wir uns ein glückliches neues Jahr. Wir verbinden dies oft mit besonderen Glückssymbolen. Einer davon haben wir, ich und Marina Rupprecht, herausgesucht – den Glückskäfer, besser bekannt als Marienkäfer.

Dieser Glückskäfer hatte im vergangenen Jahr  bei Marina Rupprecht Einzug gehalten. Sie ließ sich nicht die Chance entgehen, mit ihrer Kamera, diese besonderen Glücksmomente fotografisch festzuhalten.

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„Das Beste im Leben ist, Verständnis für alles Schöne zu haben.“

Menander

„Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch die Vernachlässigung kleiner Dinge.“

Wilhelm Busch

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Besondere Glückmomente bietet uns immer wieder die Natur. Für mich gehört der Regenbogen in besonderer Weise dazu. Die Fotos von Marina Rupprecht zeigen dies eindrucksvoll,

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Alexander Solschenizyn hat sein persönliches Glück in dieser Geschichte so wunderbar beschrieben:

 

 

Über Nacht war Regen gefallen, und nun wandern Wolken über den Himmel – ab und zu sprüht Nässe herab. Ich stehe unter einem Apfelbaum, der zu verblühen beginnt, und atme. Nicht allein der Apfelbaum, sondern auch die Gräser ringsumher haben die Feuchtigkeit des Regens aufgesogen – kein Name lässt sich finden für jenen süßen Duft, der die Luft erfüllt. Ich sauge ihn ein mit der vollen Kraft meiner Lunge, und meine ganze Brust spürt den Wohlgeruch. Ich atme, atme – einmal mit offenen Augen, dann wieder mit geschlossenen Augen. Ich weiß nicht zu sagen, was schöner ist.

 

Dies ist wohl jene einzigartige, allerkostbarste Freiheit, deren uns das Gefängnis beraubt, so zu atmen, hier zu atmen. Keine Speise dieser Erde, kein Wein erscheint mir süßer als diese Luft – diese Luft gesättigt von Blühen, Feuchtigkeit, Frische. Ist es auch nur ein winziges Gärtchen, eingezwängt zwischen den Käfigen fünfstöckiger Häuser. Das Knattern der Motorräder, das Geheul der Plattenspieler, das Getrommel der Lautsprecher entschwinden meinem Bewusstsein.

 

Solange man noch unter einem Apfelbaum nach dem Regen atmen kann – so lange lässt es sich leben.

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Ich wünsche Ihnen viele glückliche Momente im neuen Jahr, aber auch die Kraft manch Schweres durchzustehen. Atmen Sie das neue Jahr in sich hinein und seien Sie gespannt, auf das was kommen mag.

Ich möchte Ihnen, den Lesern des literarischen Wochenendgrußes, für Ihre Treue danken – für Ihren Zuspruch, für manche Ermutigung, für viele schöne Geschichten, die wir gemeinsam durch die Texte und die Fotos von Marina Rupprecht erleben durften.

Auf ein Wiederlesen hier beim literarischen Wochenendgruß, oder gar ein Wiederhören oder Wiedersehen 2014.

Ihr/Euer

Gerd Taron

und Marina Rupprecht

Alle Fotos: Marina Rupprecht – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet.

Der nächste literarische Wochenendgruß erscheint wieder wie gewohnt freitags, am 03.01.2014.

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