(Ent)spannende Weihnachten – Literarischer Weihnachtsgruß 2013

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Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

bald endet die Wartezeit – die Zeit der Spannung wird zur Entspannung.

Weihnachten naht – aber wann beginnt Weihnachten denn wirklich? Am Heiligen Abend? Am 1. Weihnachtsfeiertag? Oder vielleicht doch schon früher? Kommt es auf den Kalender an, oder auf uns selbst, wenn es bei uns innerlich Weihnachten wird?

Ist es für sie eine genussvolle Zeit oder geht der Stress erst richtig los?

 

Die Fotos von Marina Rupprecht und die Texte möchten Sie zum Verweilen einladen und einstimmen. Nehmen Sie sich die Zeit, damit bei Ihnen Weihnachten wird.

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Über das Schenken

Sind nicht die sogenannten kleinen Geschenke

die schönsten?

Sie bringen die größte Freude,

sie lassen den Alltag

ein wenig heller und wärmer werden.

Eine kleine Aufmerksamkeit,

eine gelungene Überraschung ist des Dankens gewiss.

Sie sind die eigentlichen Gaben der Liebe.

Geschenke müssen nicht immer

In buntem Papier verpackt sein.

Geschenke für den anderen

Können tausenderlei Gestalt haben:

Da streicht die Krankenschwester

der alten Frau die Haare aus der Stirn

und fährt ihr liebevoll mit der Hand über den Kopf …

Die Kindergärtnerin unterbricht das Spiel,

nimmt ein weinendes Mädchen auf den Arm,

um es zu trösten …

Ein junger Mann hilft einem alten die Stufen hinauf …

Eine alte Frau sagt ihrer jungen Nachbarin,

dass sie gern bei den Kindern bleibt,

wenn sie dringende Besorgungen zu erledigen hat …

Die Büroangestellte war länger geblieben,

um ihrer neuen Kollegin zu helfen …

Der Schüler hat den ganzen Nachmittag damit verbracht,

seinem Freund die Mathematik zu erklären …

Selbst der im Stress Gejagte

wird für einen Augenblick ruhig,

wenn eine kleine Aufmerksamkeit seinen Weg kreuzt.

Auf einmal erscheint das Leben in einem anderen Licht.

Hans Wallhof

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Christrose, sei willkommen!

 

Ein Blümlein, rosenrot und weiß,

das stieg in Winterstagen

empor zur Welt trotz Schnee und Eis,

um nach der Zeit zu fragen.

„Ich möchte“, sprach es mit Bedacht,

„mich nämlich gern bemühen,

fortan in jeder Heilgen Nacht

für unsern Herrn zu blühen!

Soll denn das liebe Gotteskind

nicht eine Blume grüßen?

Was kümmert mich wohl Frost und Wind?

Ich will zur Christnacht sprießen!“

Der Wunsch drang bis zum Himmelsthron –

dort ward erfüllt die Bitte!

Seitdem erwacht die Blume schon

genau in Winters Mitte!

Christrose heißt sie weit und breit

im Munde aller Frommen.

Gar bald ist wieder Weihnachtszeit –

Christrose, sei willkommen!

 

(Verfasser unbekannt)

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Wärmende Lichter

An diesen Abenden gehe ich gern durch die dunklen Wohnstraßen

der Umgebung. Viele Eingangstüren sind weihnachtlich geschmückt,

durch Fenster und Vorhänge erkenne ich Kerzen, Tannen, wärmende

Lichter. Sie schimmern so anheimelnd, als seien die Probleme der

Welt draußen vor der Tür geblieben. Als wäre den Menschen

tatsächlich gelungen, den Frieden, die Liebe und die Harmonie für

ein paar Tage in ihre Stuben zu holen und füreinander zu bewahren.

Ich kenne die Menschen hinter den Scheiben und Gardinen nicht.

Ich weiß nicht, wie viel Krankheit, Sorgen und Streit in ihren

Wänden wohnen, ich will es gar nicht wissen. Ich möchte mir nur

für einen Augenblick die Illusion bewahren, dass das Heil der Welt

tatsächlich in diesen Häusern zu finden ist.

Was ist der Impuls für unsere Lichter, Lieder und Feiern, was ist

der tiefere Grund für diese sehnsüchtigen Weihnachtsversuche?

Ich bin überzeugt: In uns lebt die Ahnung von einer ewigen Geborgen-

heit. Sie gibt uns den Impuls, das himmlische Licht und Zuhause

für ein paar Tage in unseren Häusern nachzuahmen. Ein paar Tage

lang möchten wir uns ausmalen und gegenseitig vorspielen, wie die

Freude und der Friede sind, die einmal für immer in unsere Herzen

einziehen werden.

Hinrich G. Westphal

 

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Ein flammendes Herz der Liebe – das wünsche ich Ihnen, Ihren Familien, Ihren Freunden. Lassen Sie diese Freude an diesem Weihnachtsfeste besonders denen zuteil werden, die es besonders nötig haben.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Alle Fotos: Marina Rupprecht – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet

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