Für die Welt – Rundbrief von Pfarrer Andreas Schmalz-Hannappel

„Christlicher Handwerkerservice hilft bei Reparaturen im Haus.“
Diesen Text einer Anzeige las ich neulich in der Zeitung. Ob Christinnen und Christen bessere Handwerker sind, bezweifele ich. Mit dem Attribut „christlich“ soll vielmehr aufgedrückt werden, dass dieser Service vertrauenswürdig ist. Vielleicht sollte ich auch mal einen islamischen Service in Anspruch nehmen, da auch Muslime ein hohes Ethos haben. Nein, ich finde mit Religion sollte man keine Werbung machen. Da wird vermischt, was nicht zusammengehört.
Auf der anderen Seite sah ich in einer Fernsehersendung ein junges Paar, das sagte, sie nehmen nicht an der Bundestagswahl teil, weil sie Christen seien. Da wird meines Erachtens auseinandergerissen, was doch zusammengehört.
Denn ich lebe als Christ in dieser Welt und engagiere mich für diese Welt, um das Reich Gottes unter den Menschen erfahrbar und erlebbar zu machen. Dazu brauche ich keinen ausgewiesenen christlichen Handwerker, wohl aber den Einsatz für diese Welt, in der ich lebe. So gründet mein Glaube auf dem Gott, der selbst nicht von der Welt ist, aber in einem Menschen, Jesus, in die Welt kam.
So wünsche ich Dir, dass Du Deinen Glauben in der Welt und für die Welt lebst. Der Gang zur Wahl gehört für mich dazu.
Gottes Segen für Dich.
Andreas Schmalz-Hannappel



Andreas Schmalz-Hannappel
Paradiesweg 17
65779 Kelkheim
06195 960925
pfarrer@st-johannes.net
http://www.st-johannes.net

Ein Tag voller Bücher

Verkaufsoffener Sonntag am 15.09.2013 anlässlich der Kelkheimer Möbeltage

 

zusammen mit Viola’s Bücherwurm in der Bahnstraße 13 in Kelkheim

 

Es war wieder soweit: Zum zweiten Mal in diesem Jahr veranstaltete die VKS (Vereinigung Kelkheimer Selbstständiger) anlässlich der traditionellen Kelkheimer Möbeltage einen verkaufsoffenen Sonntag.

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Mit dabei in bewährter Weise: Viola’s Bücherwurm mit Viola Ritzer und Maren von Hoerschelmann sowie Gerd Taron von Taron-Antiquariat, der vor der Buchhandlung wieder seine antiquarischen Bücher mit seinem Stand präsentierte.

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Wer eine echte Bücherfreundin, ein echter Bücherfreund ist, hatte ausreichend Gelegenheit zu stöbern – sei es drinnen in der gemütlichen Buchhandlung oder draußen am Stand.

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Die Sonne gab sich diesmal öfters die Ehre und es blieb vor allem trocken. Angesichts der Regengüsse vom diesjährigen Stadtmarkt im Mai waren alle erleichtert und froh über das schöne Wetter.

Ein schöner Tag zu Beginn des Bücherherbstes ging schnell vorüber.

Gerd Taron

Einige fotografische Erinnerungen seien beispielhaft aufgeführt:. Alle Fotos stammen von Marina Rupprecht, soweit nicht anders angegeben.

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Ein Antiquar in Aktion – beim Sortieren und bei einer kleinen Pause …

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Es gab viel zu entdecken – wie man auf den nachfolgenden Fotos erkennen kann:

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Marina Rupprecht – eine neue Bücherfreundin?

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Fotos: Gerd Taron

Und hier ein paar besondere Ausgaben:

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Auch damals gab es Bücher mit Klebebildchen – hier aus dem Jahre 1938 – damals herausgegeben von der deutschen Zigarettenindustrie.

Die ersten Nachkriegs-Taschenbücher von Rowohlt

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… und Suhrkamp darf auch nicht fehlen …

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Spaß hat es gemacht mit den vielen schönen Büchern – dem Antiquar Gerd Taron und Marina Rupprecht als fotografische Begleitung. Dafür ein herzliches Dankeschön!

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Schön, dass es Bücher gibt! Herrn Gutenberg sei Dank.

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Alle Fotos wenn nicht anders vermerkt: Marina Rupprecht

Von der Sonnenblume zum Brot – Literarischer Wochenendgruß vom 13.09.13

Liebe Foto- und Literaturfreunde,

 

 

in diesen Tagen lachen uns die Sonnenblumen von den Feldern entgegen. Ein schöner Anblick, jetzt wo der Herbst sich naht und der Sommer sich langsam verabschiedet.

 

 

 

In einer Sonnenblume wohnen

 

 

In einer Sonnenblume wohnen

 

honigbraun

 

und verbündet

 

mit den herbstlichen Zeitlosen,

 

Sich sammeln sonnig

 

denn der Winter kommt

 

jener eiskalte Kahlkopf.

 

 

 

Rainer Brambach

 

 

 

Marina Rupprecht hat eine Sonnenblume genau beobachtet. Ihre Foto-Geschichte zeigt uns das Aufgehen bis zum Blühen in so schönen Formen.

 

 

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Alle Fotos: Marina Rupprecht

 

 

Und was aus einer Sonnenblume werden kann, durfte ich bei meinem letzten Besuch in der Bäckerei Wittekind in Kelkheim-Fischbach beobachten:

 

 

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Fotos: Gerd Taron

 

 

 

„In Stille zu essen, auch nur für ein paar Minuten, ist eine sehr wichtige Übung. Es hält uns von den Ablenkungen fern, die einen wirklichen Kontakt mit dem Essen verhindern können.“

 

 

Thich Nhat Hanh

 

 

 

 

 

Ein Wochenende voll schöner Sonnenblumen wünscht Ihnen

 

 

Ihr/Euer

 

 

Gerd Taron

Gerd Taron 

Taron-Antiquariat
Langstraße 30

65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 49+(0)6195-676695


Internet: www.gerdtaronantiquariat.wordpress.com

und

www.taron-antiquariat.de


E-Mail:
verkauf@taron-antiquariat.de 

 

Tram of Silence – Ganz im Schweigen Straßenbahn fahren

Das Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität „Heilig Kreuz“ in Frankfurt-Bornheim hatte im Rahmen der „Woche der Stille“ eingeladen.

 Straßenbahn fahren in aller Stille und mit allen Sinnen erleben – ist das möglich?

 Nach mehr als einer Stunde Fahrt mit einer historischen Straßenbahn kann man das nur bejahen.

 Wann sind Sie zum letzten Mal Straßenbahn gefahren, bewusst? Wie war das für Sie? Unruhig, viele Menschen um sie herum, alles so geschäftig?

 Dass es auch einmal anders erlebbar ist, machte diese besondere Fahrt möglich.

 Alle Handy ausgeschaltet, keine Unterhaltung miteinander – nur Schweigen.

 Mit allen Sinnen erleben bedeutete an diesem Abend:

Schweigen

 In der Stille werden Sie sich selbst, die Menschen, die Stadt und die Welt mit allen Sinnen und ganz neu sehen, hören und erleben.

 Schauen

 Hinschauen und verweilen – den Blick wieder lösen – Farben genießen – in Gesichtern lesen – den Bewegungen folgen

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„Von einer Brücke getragen“  – Foto: Gerd Taron

Hören

 Hin und wieder die Augen schließen – horchen auf Rufe, Geräusche, Klänge des Alltags , „Musik der Straße“

Spüren

 Die Erschütterungen der Straßenbahn, die Gefühle, die ihnen kommen, die Nähe oder Distanz der Menschen, der Dinge

Es war interessante Erfahrung, die mich neu bewusst hat werden lassen, in welchem Lärm und Unruhe wir leben und zu wenig Zeit für ruhige Momente gönnen.

 Danke an alle, die diese ungewöhnliche Straßenbahnfahrt möglich gemacht haben.

 Gerd Taron

Stille und Werte – Ein Rundgang zwischen Bahnhofsviertel und Konstablerwache in Frankfurt am Main

 

Stille und Werte – Ein Rundgang zwischen Bahnhofsviertel und Konstablerwache in Frankfurt am Main

Das Jetzt wiederfinden

Der evangelische Regionalverband und das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main haben in dieser Woche zu einer besonderen Veranstaltungsreihe eingeladen. Zum zweiten Mal haben die Initiatoren Matthias Roos vom Regionalverband und Barbara Hedtmann vom Gesundheitsamt zur „Woche der Stille – Frankfurt beruhigt“ eingeladen.

 In Vorträgen, Lesungen, Konzerten, Gottesdiensten , Mediationen, Stadtführungen, Filmvorführungen u. a. besteht die Möglichkeit Mann/Frau spontan aus Lärm, Stress und Hektik im Alltag auszusteigen.

 Aus diesem vielfältigen Programm habe ich mir zwei Veranstaltungen ausgesucht: „Stille und Werte“ und „Tram of Silence“ (Bericht folgt)

Heute berichte ich in Text und Foto über einen besonderen Rundgang in der Frankfurter City. Daniela Scholl von der AuszeitAgentur (www.auszeitagentur.de ) führte die etwa 25 Besucherinnen und Besucher an ungewöhnliche Orte.

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Daniela Scholl bei der Begrüßung der Gäste

„Je mehr wir erreichen wollen, desto mehr Lärm produzieren wir“ – Daniela Scholl

Bereits der Treffpunkt war ungewöhnlich. Gleis 1 des Frankfurter Hauptbahnhof – mitten in der Hektik von reisenden Menschen, die durch die Bahnhofshalle hetzen.

Erste Station: Die Bahnhofsmission im Frankfurter Hauptbahnhof. Frau Scholl führte uns in einen kleinen Meditationsraum – Raum der Stille –  wo jeder für einige Minuten verweilen und zur Ruhe kommen konnte.

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Raum der Stille – Bahnhofsmission Frankfurt am Main Hbf

Dann wurde es lebendig. Bei Hannelore Kraus, ein Frankfurter Original waren wir zu Gast in ihrem Café Kakao – Kaffe- Haus Nussknacker“. Frau Kraus hat in früherer Zeit verhindert dass in der Nähe des Hauptbahnhofs neue Hochhäuser entstanden sind. Noch heute befindet sich an dieser Stelle ein großer öffentlicher Parkplatz.

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                        Hannelore Kraus in Aktion

 Sehr lebendig erzählte sie einige Anekdoten aus ihrem Viertel. Gerne  hätte ich länger zugehört – aber wir wollten ja noch mehr entdecken…

„Wenn man von einer Sache überzeugt und st und verfolgt, hat man eine gute Chance es zu verwirklichen.“ – Hannelore Kraus

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Der Wintergarten

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Karlsbrunnen im Innenhof

Das Café von Hanelore Kraus „Cafe Kakao – Kaffee – Haus Nussknacker“ in der. Karlsruher Str. 5, Frankfurt am Main ist geöffnet

 Mittwoch – Samstag von 11 – 18 Uhr / Sonntag von 14 – 18 Uhr

 Weitere Eindrücke im Internet unter

 http://cafenussknacker.wordpress.com/
und
https://www.facebook.com/pages/Kakao-Kaffeehaus-Nussknacker/295292527162145

Perspektivenwechsel

Von Frau Kraus und ihrem Café begaben wir uns zum Hotel Nizza, das mitten in der „Szene“ des Bahnhofsviertels liegt. Es strahlt den Charme der 1950er Jahre aus und war ursprünglich ein Hotel für Theaterschaffende und Künstler gedacht. Das besondere Ambiente wird dem Betrachter beim Betreten bewusst gemacht.

Auf der Dachterrasse befindet sich ein ungewöhnlicher Ausblick auf die Skyline von Frankfurt und dem Bahnhofsviertel.

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 Dachterrasse des Hotels Nizza

 Weitere Informationen unter www.hotelnizza.de

 Bei der nächsten Station Im Garten des Goethe-Hauses gab es wieder Momente der Besinnung mit einem sehr schönen Zitat von Johann Wolfgang von Goethe:

 „Es ist ein wunderbares Geschäft, die Natur zugleich und sich selbst zu erforschen“.

Im Liebfraenkloster auf dem Liebfrauenberg konnten die Besucher vor dem Altar ein Licht anzünden.

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Liebfrauenkloster auf dem Liebfrauenberg

Von dort ging es zum Konsum“tempel“  My Zeil mitten auf der Hauptgeschäftsstraße. Es ist ein Einkaufszentrum mit besonders hochwertigen und außergewöhnlichen Geschäften. Aber es gibt dort auch Oasen der Ruhe, wie dieses Foto beweist. Der Brunnen steht unmittelbar vor zwei großen Rolltreppen. Kaum jemand nimmt diese Oase wirklich wahr .- schade.

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Eine Oase mitten im Kaufrausch – hier „My Zeil“

 Der Abschluss des Rundganges bildete das Aids-Memorial auf dem Peterkirchhof. Gestaltet wurde dieses Mahnmal vom Künstler Tom Fecht. Dort wurden die Worte Verletzte Liebe eingemeißelt und ein Nagel für jeden in Frankfurt an Aids Gestorbenen in die Mauer geschlagen. Dies geschieht im Andenken an die Aids-Toten eines jeden Jahres jeweils am Welt-Aids-Tag (1. Dezember) erneut für jeden im abgelaufenen Jahr Verstorbenen.

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 Ich danke Daniela Scholl für diese ungewöhnliche und beeindruckende Führung. Es waren zwei Stunden voller Inspiration

Gerd Taron

Weitere Informationen unter www.wochederstille.de