Wenn die Sonne erwacht über den Taunus-Bergen

Ein Sonnenaufgang auf dem Atzelberg-Turm

 

Es ist Donnerstagmorgen kurz vor 6 Uhr morgens. Am Tag vorher habe ich mich entschlossen angesichts der günstigen Wetteraussichten etwas Ungewöhnliches zu unternehmen – nicht zum ersten Mal:

Einen Sonnenaufgang auf dem Atzelberg-Turm in Kelkheim-Eppenhain wollite ich diesmal erleben.

Mit dem ersten Bus sollte es losgehen bzw. nach Eppenhain hochfahren. „Mein Dorf“ Fischbach wird langsam wach. Die ersten begeben sich auf den Weg zur Arbeit. Eine klare Vollmond-Nacht liegt hinter mir. Der Mond ist noch zu sehen.

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Vor dem Hanseklinger-Brunnen in Kelkheim-Fischbach

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Nach kurzer Zeit erreiche ich den Ausgangspunkt meiner Traum-Tour. Eppenhain schläft noch. Es ist ruhig. Ich begebe mich auf den mir mittlerweile vertrauten Weg zum Turm. Vor mir zeigt sich der Fernsehturm, der von weiten sichtbar ist.

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Ich bin alleine und genieße die Ruhe, die ich hier oben genießen kann. 151 Stufen führen mich hinauf auf den Turm, dessen Aussichtsplattform auf 533 m Höhe liegt. Es ist 06:30 Uhr. Hinter dem Feldberg und dem Altkönig wird es hell. Wenige Minuten später lugt die Sonne hinter den Bergen hervor. In kurzer Zeit zeigt sich die Sonne von ihrer schönsten Seite und strahlt die Landschaft an.

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Es sind 30 Minuten der Stille und der Beschaulichkeit. Kein Mensch, außer mir, ist auf die Idee gekommen, mir gleich zu tun. Über mir nur einige kaum hörbare Flugzeuge. Ihre Kondensstreifen zeichnen ein schönes Bild am Himmel.

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Nach einer halben Stunde hat die Sonne den Tag erhellt. Ich begebe ich die 151 Stufen wieder hinunter und wandere in Richtung Ruppertshain zum Zauberberg.

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Blick auf Ehlhalten (rechts im Vordergrund), dahinter Niederjosbach. Beide gehören zur Stadt Eppstein.

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Der „Zauberberg“ in Kelkheim-Ruppertshain. Eine wechselhafte Geschichte hat dieser Ort. Im 19. Jahrhundert als Lungenheilstätte erbaut, später im 2. Weltkrieg ein Lazarett. Heute beherbergt der Zauberberg unter anderem verschiedene Künstlerinnen und Künstler, ein italienisches Restaurant und Unternehmen.

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Eine Skulptur am Zauberberg in Kelkheim-Ruppertshain

Über Streuobstwiesen und Pferdeweiden gehe ich genussvoll in den neuen Morgen hinein. Die Äpfelbäume leuchten in dem Morgenlicht und zeigen ihre Pracht.

Im Dorf angekommen, begrüßt mich freudig eine Gänseschar.

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Guten Morgen, Welt – der Tag kann beginnen!

Gerd Taron

Alle Fotos: Gerd Taron

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