Es gibt so wunderweiße Nächte – „Mein Weihnachtsgedicht“ vom 12.12.12

Das Weihnachtsgedicht von heute stammt von Rainer Maria Rilke. Eingesandt wurde es von Familie Herden aus Kelkheim-Fischbach.

 

Es gbit so wunderweiße Nächte

 

Es gibt so wunderweiße Nächte

drin alle Dinge Silber sind.

Da schimmert mancher Stern so lind,

als ob er fromme Hirten brächte

zu einem neuen Jesuskind.

Weit wie mit dichtem Demantstaube

bestreut, erscheinen Flur und Flut,

und in die Herzen, traumgemut,

steigt ein kapellenloser Glauben,

der leise seine Wunder tut.

 

Rainer Maria Rilke

 

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