Literarischer Rundbrief vom 09.11.12

Liebe Freunde der Literatur,
der heutige Tag ist ein besonderer Tag: Für uns alle ist jeder Tag ein besonderer, so sollte es zumindest sein. Vor allem.aber in der deutschen Geschichte ist der 9. November ein ungewöhnliches Datum.
Ich darf in Erinnerung rufen:
9. November 1848: Standrechtliche Hinrichtung des republikanischen Parlamentsabgeordneten Robert Blum
Die Hinrichtung markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Entwicklung der Deutschen Revolution von 1848/49 als Anfang vom Ende dieser Revolution.
9. November 1918: Novemberrevolution in Berlin  ==> Anfänge der Weimarer Republik
Der kurz zuvor berufene Reichskanzler Max von Baden erwirkt eigenmächtig die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. und betraut Friedrich Ebert mit den Amtsgeschäften. Philipp Scheidemann ruft von einem Fenster des Reichstagsgebäudes die „Deutsche Republik“ aus. Im August 1919 wird schließlich das erste demokratisch strukturierte Staatswesen in Deutschland konstituiert, die so genannte „Weimarer Republik“..
Dann folgen Jahre, die in die Geschichte mit den Schlagworten „Goldene Zwanziger, Inflation von 1923, Weltwirtschaftskrise 1929 – Börsencrash“ eingehen werden..
Am 30. Januar 1933 übernimmt Adolf Hitler die Regierung, die Zeit des „Dritten Reiches“ beginnt.
9, :November 1938 – Reichspogromnacht
In gesamten Reichsgebiet  werden jüdische Geschäfte und Einrichtungen demoliert, Synagogen in Brand gesteckt. Hunderte von Juden werden in wenigen Tagen ermordet.
9. November 1989 – Fall der Berliner Mauer
Fotograf unbekannt – entdeckt von Marina Rupprecht
„Ehe man seine Vergangenheit nicht erträgt,
ist die Vergebung nicht recht geglaubt.“
Jochen Klepper
„Woran man sich erinnert,
das kann nicht verlorengehen.“
Siegfried Lenz
Aus meiner Sicht ist es schön zu erleben, dass auch Stacheldrähte überwunden werden können, die Geschichte hat es bewiesen. Das Foto ist für mich ein besonderer Ausdruck dafür. Ich wünsche mir für uns alle, dass sich die Stacheldrähte in unseren Herzen  in eine Blume der Hoffnung verwandeln.
Ein ruhiges und besinnliches Wochenende wünscht allen Ihr/Euer

Gerd Taron

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